Mittwoch, Dezember 26, 2007

... und ein Frohes Neues!

Weihnachten (oder "die Ferien", wie es in schlaueren Teilen der Welt heißt) ist ja fast vorüber, und Silvester / Neujahr steht an. Und wer könnte wohl verspätete Weihnachtsgrüße mit Querverweise auf Neujahr (im Titel) besser übermitteln, als der Antiverschwörungstheoretiker und all-around genius himself, MetaBob?!

Wer ihn nicht kennt: er gehört zur losen Gruppierung der YouTube-Atheisten (und liefert sich dort unregelmäßig Schlachten mit TheAmazingAtheist und Fakesagan, zwei dort bekanntere, aber auch rüdere Vertreter dieser Gruppe), hat das Drehbuch zu Night of the Living Dead 3D geschrieben, und hat einen gar köstlichen Humor. Klare Empfehlung für alle mit YT-Account: nix wie hin und auf "subscribe" geklickt!

Das waren mal wieder viel zu viele Worte um ein viel zu kurzes Video. Also genug davon, und Bühne frei für MetaBobs Grüße:

Sonntag, Dezember 23, 2007

11. September: Die Wahrheit (endlich!)

Hallo liebe Gemeinde,

ich weiß, ich bin zur Zeit kein guter Hirte, und lasse meine Schäfchen zwar im Trockenen, aber sträflich unbeaufsichtigt. Das aber, Brüder und Schwestern und der ganze Rest der puckligen Verwandschaft, hat auch einen Grund. Bin ich doch zur Zeit im untergründigsten Untergrund unterwegs. Warum? Weil wir uns, ihr und ich, des Umstandes allzu brutal gewahr sind, dass auf die Journaille in puncto investigativem Journalismus aber sowas von gar kein Verlass ist. Also muss man, richtig geraten, selber ran. Und nach Zeiten der Entbehrung und Willkür kann ich endlich, endlich mit der ganzen, ungeschminkten und -verdauten Wahrheit an die breite, weil wie üblich volltrunkene Öffentlichkeit in Form der Lesenden dieses Blogs. Und das, ja, schließt dich ein. Soll niemand sagen, ich würde dich ausgrenzen (hab dich lieb).

Doch genug der flotten Vorrede. Es ist mir eine Ehre, eine Herzensangelegenheit, eine Freude und eine Dringlichkeit, die Ergebnisse meiner Nachforschungen jetzt und hier zu präsentieren. True Believers und andere Freunde der schonungslosen Offenheit, jetzt geht es aber los ...

JT Firefly presents: The Truth behind 9/11

(Direkter Link).

Montag, Dezember 03, 2007

Wii Sport: Das bessere Wii Fit? Eine Video-Dokumentation.

Eignet sich Nintendos Wii, um dicke Kinder und alte Säcke in Bewegung zu halten? Sicher, aber kann man damit auch richtig Sport betreiben? Die Antwort: janein. Aber schauen Sie selbst:

Freitag, November 16, 2007

Geburtstag und Weihnachten in einem.

Jetzt und gleich und sofort ist es raus: SMG.

Da bleibt nur noch eines zu sagen: It's-a me, JT - und ich muß mal los. TTFN!

Zerstören durchs Sprechen: von einem Heiligen Buch zum nächsten

Ohne "Heilige" Bücher/Schriften geht nun mal gar nichts. Ob Bibel, Koran, Torah, Kapital, Herr der Ringe, Wir sind die Wahnsinnigen, egal: die Aufgabe, etwas Ordnung in diese Welt zu tragen, übernimmt das gedruckte Wort. Und bei Trilliarden heranwuchernder Blagen sind dies nun mal die einzigen Bücher, die sie jemals freiwillig gelesen haben - jene, deren Titel mit den Worten "Harry Potter und ..." beginnen.

Was ja auch nicht schändlich ist, verstehen Sie mich nicht falsch. Ich hätte schon längst eine Buchempfehlung in diese Richtung gemacht, wenn das nicht schon Stephen King, Salman Rushdie und ein, zwei andere übernommen hätten.

Nun fand ich aber gerade einen gar vorzüglichen Blog namens "Harry Potter and Torah blog". Und da gibt es einiges zu erfahren über den Zusammenhang der beiden Heiligen Schriften.

Beispiel: Avada Kedavra, was angeblich Hebräisch ist und auf Englisch so viel wie "I will destroy as I will speak" bedeutet. Neat.

Zugegeben, hauptsächlich ist dieser Blog ein PR-Vehikel zum Buchverkaufen. Und das Buch wiederum dient wohl hauptsächlich dazu, Kinder für die Torah zu begeistern. Hmmmm ... da muß man nicht vor Freude in die Hände klatschen. Trotzdem ist der Blog eine Reise wert, zumindest für Leute, die den Potter gelesen haben.

Donnerstag, November 15, 2007

Mittwoch, November 14, 2007

Der Preis der Merkel

Nun ist es raus: die Stadt Aachen buhlt wie üblich um Aufmerksamkeit, und die "Gesellschaft für die Verleihung des Internationalen Karlspreises zu Aachen" ist sich mal wieder nicht zu blöde, ein paar Gründe zu finden, warum gerade dieser oder jene Politikgröße die treibende Kraft hinterm vereinten Europa ist. Und nun trifft es (der "Internationalen Karlspreis von und zu Aachen") folgerichtig Merkel. Laut FAZ liegt das an ihrem "bahnbrechenden Beitrag zum europäischen Grundlagenvertrag". Investigativere Journalisten hätten das Blag beim Namen genannt: übersteigertes Geltungsbewußtsein einer alles in allem bedeutungslosen (wäre da nicht die Kneipendichte) und zu klein geratenen (wäre da nicht der Kreis Aachen) Provinzsiedlung.

Ich mein' ja nur.

Sonntag, November 11, 2007

Battlestar Galactica Motivation Poster (2)

Nach diesem hier, nun also endlich, endlich das zweite Battlestar Galactica Motivation Poster:

Mehr folgt in Kürze und Länge, nebst der fälligen Blogumbenennung (wie klingt "Battlestar Serenity"?).

Mittwoch, November 07, 2007

Battlestar Galactica Motivation Poster (1)

Ohne weitere Worte, aber mit der stummen Feststellung, daß der popkulturelle Abwärtstrend dieses Blogs nicht mehr aufzuhalten scheint: BSG Motivation Poster 1.

Montag, November 05, 2007

Leave Britney Alone: Rage for Britney Video

Als wären nicht schon genug Leute unter den fahrenden Zug gesprungen (GPM berichtete und partizipiert), darf sich nun ein YouTube-Spot zugunsten der multimegaerfolgreichen NGO angesehen werden:

(Direkter Link.)

Noch ist es nicht zu spähät! Sei nicht das Letzte, was mitmacht! "Leave Britney Alone!"-Banner und Buttons: gotta catch'em all!

"Laßt Britney in Ruhe", verlangt Rage Boy. Wir schließen uns an.

Genug ist genug ist genug ist genug, wie es schon in einem deutschen Volkslied so trefflich auf den Punkt gebracht wurde. Wie viele wissen könnten, bin ich seit 1999 zweiter Vorsitzender des 1. Aachener Britney Spears Fanclub. Und als solcher sage ich nochmals: genug ist genug ist genug ist genug.

Kübelweise Gülle schüttet die globale Journaille über dem Ausnahmetalent aus. Kurz vor ihrem 27. Geburtstag am 2. Dezember bekommt Britney nun prominente Unterstützung. Nach Cris Crocker schließt sich nun niemand anderes als Shakeel Bhat den weltweiten Prostesten gegen die mediale Mißhandlung der Künstlerin an. Neben Milliarden anderer Websites und Blogs ist auch Greasepaint Mustache in der Bewegung dabei, und verkündet ein für allemal: Leave Britney alone!

Doch was ist mit deinem Blog, deiner Webpräsenz? Bleib nicht außen vor, sei dabei, und pflastere deine virtuelle Spielwiese mit möglichst vielen dieser Banner und Buttons voll:

Sonntag, November 04, 2007

Flut im Kopf

Da stand ich letztens im Elektronikfachhandel meines Unvertrauens (zu teuer ...) vor einem mir unbekannten Terry Gilliam-Film. Nach König der Fischer, Twelve Monkeys, Time Bandids, Brazil und Fear and Loathing in Las Vegas (und oh ja, auch Jabberwocky) hat sich Gilliam ganz offiziell den Titel King of Awesome verdient, auch wenn er mit Brothers Grimm mehr als ins Straucheln geriet.

Jener Film jedenfalls hieß und heißt Tideland. Und die Story läßt sich wohl so zusammenfassen: die Mutter eines kleinen Mädchens stirbt an einer Überdosis. Vater und Tochter ziehen in ein verlassenes Haus in Texas, wo prompt der Vater ebenfalls an einer Überdosis krepiert. Für den Rest des Films rottet die Leiche des Vaters so vor sich hin, und das Mädchen merkt nicht wirklich, daß er tot ist, schließlich war er auch zu Lebzeiten meistens bewußtlos. Und so weiter, und so fort.

Hier nun seine Einleitung zum Film:

Gilliam hat also das kleine Mädchen in sich entdeckt. Thank you.

Freitag, November 02, 2007

Joss Whedon on TV, oder: Have a little Faith

Sorry für den dummen Witz ... aber so sieht's nun mal aus: Joss Whedon, bekannt als Schöpfer von Buffy the Vampire Slayer und Firefly, bekanntlich die zwei tollsten Geek-Serien ever, werkelt an einer neuen Serie, und Eliza Dushku, bekannt als etwas fehlgeleiteter Slayer Faith), soll die Hauptrolle spielen.
Soweit die (sehr) gute Nachricht.

Nicht so toll: das ganze soll auf FOX laufen. Und wir wissen sicher noch alle, wie dieser Sender vor ein paar Jahren das grandiose Firefly zu Tode vergewaltigt, sein Fleisch gegessen und sich aus seiner Haut Kleidung genäht hat, und da Firefly nicht sehr, sehr glücklich war, leider nicht in dieser Reihenfolge. Wir werden sehen, ob FOX mit Whedons neuer Serie zumindest etwas gefühlvoller umgeht.

Doch vergessen wir den Sender einfach wieder. Die Serie jedenfalls wird Dollhouse heißen. Protagonistin Echo (Dushku) gehört zu einer Gruppe, denen komplette "Persönlichkeitspakete" (Erinnerungen, Fähigkeiten, Sprachen, ...) eingepflanzt werden, passend zur anstehenden Mission. Zwischen den Missionen leben diese Menschen, nachdem ihnen das Gedächtnis geraubt wurde, im titelgebenden Dollhouse wie Kinder. Bei Echo schleichen sich jedoch Fehler in der Gedächtnislöschung ein ...

Eine Fansite gibt es natürlich auch schon, und sie nennt sich Dollville. Also nix wie hin.

PS: Als ich Serenity Highsmith erzählte, daß Whedon eine neue Serie macht, bei der Eliza Dushku, bekannt als Faith, die Hauptrolle spielte, meinte sie: "Face aus dem A-Team?" Mein anschließender Hinweis, daß es sich bei jenem Dirk Benedict um Starbuck handle, hat sie völlig verwirrt ...

Donnerstag, November 01, 2007

Der Teufel war's, und nicht das Alien

Ich scheine diese Talkshow-Highlight-Lowlife-Moments z.Zt. anzuziehen wie Staubsauger die Geschlechtsteile von dreißigjährigen Junggesellen. Und so war es nur folgerichtig, daß ich Nina Hagens Mimikri-Vorträge bei Maischberger ebenso mit ansehen mußte wie zuvor Eva Hermans Ex-und-Hop bei Kerner. Eigentlich stand ja Battlestar Galactica auf dem Plan, doch ich wollt' und wollt' nicht umschalten - die ein, zwei Minuten der Talkshow ließen auf Großes hoffen, und ich wurde nicht enttäuscht.

Nachdem nun der Atomare Erstschlag seine Beobachtungen aus der Ferne (dank DFB-Pokal) einreichte, muß ich mein langes Schweigen brechen, und einige Dinge anmerken.

Die Pro-UFO-Seite war unterbesetzt, denn obwohl Nina Hagen für eine "Doku" recherchiert und nochmals recherchiert, geht es ihr nicht um die Existenz von Außerirdischen. Vielmehr ist ihr klar, daß in den Fällen von vermeintlichen UFO-Entführungen und Aliens-stecken-irgendwem-irgendwas-in-den-After nicht extraterrestrische Wesen ihre langen, grauen Finger im Spiel haben, sondern niemand geringeres als ... Satan himself (Tusch!).

"Aber der kann Mimikri machen. Der kann Gestalten verändern", so Hagen. Daß Bublath sich diesen religiösen Irrsinn nicht mehr länger geben wollte, ist mehr als verständlich (das scheinheilige Getue der Hagen, andere vorzuwerfen sie zu unterbrechen, während sie fast pausenlos den anderen ins Wort fiel, tat sicher seinen Teil). "Evil Alien is going home", so Hagen über Bublath.

"Wir haben jetzt den vernünftigen Menschen in dieser Runde verloren", meinte Maischberger nach dem Abgang, um nahtlos die Frau links neben sich zu fragen: "Darf ich sie mal kurz als vernünftiger Mensch in dieser Runde fragen ...". Die Ansprechpartnerin, so viel sollte dazu gesagt werden, redet regelmäßig mit Engeln. Antwort der Engelsflüsterin: sind ja alles erwachsene Menschen, und jeder hat so seine Erfahrungen gesammelt. Kurz: Anything goes.

Der "Skandal", so es einer war, war nicht die Hagen. Die tat, was von ihr erwartet wurde (esoterischen Dünnpfiff verzapfen). Schlimmer war Maischbergers Beschwörung der "vernünftigen Menschen", die wahlweise in Form von soeben abgetretenen Physikern oder als mit transzendentalen Kreaturen palavernde Bekloppte (mit einer zugegeben toleranten Einstellung - aber sie hat ja auch leicht reden, bei dem göttlichen Beistand) auftreten können. Und schlimmer war der Physiker/Psychologe, der die Wissenschaftsdefinition von Bublath nicht teilen mochte, und ein völlig unwissenschaftliches "Was man nicht widerlegen kann, kann man nicht verneinen" vertrat. Ein erneutes anything goes also. Flying Spaghetti Monster, ick hör dir trapsen.

Daß die Hagen den amerikanischen Plan von Mond- und Marsbasen (die sie natürlich von amerikansichen Übermenschen bewohnt sieht) umgehend mit dem Krieg im Irak in Verbindung bringt, bleibt eine Randnotiz. Der Frau ist ohnehin nicht mehr zu helfen. "Und Gott sei Dank leben wir in Zeiten des Internet und nich' im Mittelalter, wo der blöde Teufel sein Opfer genau so gefoltert und malträtiert hat wie heutzutage diese negativen »Außerirdischen«", widerspricht sich also selber und kommt trotzdem auf des Pudels Kern. Die "Ufo-Esoteriker" (Atomarer Erschlag) sind keine, sondern gänzlich ordinäre religiöse Quatschköppfe - da muß mein keine Analogien zwischen UFO-Kunde und organisierter oder beliebiger Religion ziehen, es ist, und das sehen diese Hohlfrüchte selber so, ein und dasselbe.

Alles in allem business as usual in Zeiten der religiösen Renaissance.

Die nicht gar so einfach zu findenden Videoschnippsel auf YouTube, bitte sehr:



PS: Wiederholung der Sendung ist am Samstag, den 3. November, um 23.30 Uhr auf 3sat.

Montag, Oktober 22, 2007

Schnauzbart FTW!!

Ich weiß, ich weiß: Schnur(r)bärte sind bäh, und seit den 80ern bestenfalls und fast ausschließlich bei der Pozilei noch angesagt. Doch weh und ach, was ist dann bitte sehr mit den folgenden Männeken, die nicht nur in ihrer Schnauzbartigkeit zu 108 Prozent authentisch, sondern auch noch sowas von ubercool sind?

An erster Stelle wäre der nach wie vor (oder erneut, dank DVD-Boxen?) schwerst angesagte Magnum P.I. zu nennen. Tom Selleck und sein Schnauzer bilden eine nicht zu trennende Einheit, eine Art symbiotische Lebensform. Ohne Magnum wäre der Oberlippenbart vermutlich bereits in den 80er Jahren nur noch von der oben angesprochenen Berufsgruppe und dem einen oder anderen Landbubenrocker zur Schau gestellt worden. Danke, Tom Selleck, für diesen unschätzbaren Beitrag zur männlichen Gesichtsästhetik.

Aus dem gleichen Jahrzehnt stammt der super-duper Mario, bekannt und berüchtigt von allen vergangenen, aktuellen und zukünftigen Nintendo-Konsolen. Man mag ihn aus der Ferne für eine Witzfigur halten, diesen dicklichen italienischen Klempner. Doch erstens hat er weit häufiger die Welt gerettet als beispielsweise der bartlose Bruce Willis. Und zweitens ist Mario der Trendsetter par excellence im Pilzkönigreich: Luigi, Wario und Waluigi tragen ebenfalls beeindruckende Popelbremsen (im Falle von Warios Megaschnauzer ein klarer Versuch, Erzrivalen Mario zumindest in einer Kategorie zu übertreffen). Und Toad wartet nur noch auf die Pubertät.

Julius "Groucho" Marx hingegen, auch dreißig Jahre nach seinem Ableben als Komiker immer noch unerreicht, ist zwar für seinen falschen, mit (hoffentlich) Theaterschminke angemalten Schnauzerbalken bekannt, doch dieser ist mitnichten als Schnauzbartverarsche gemeint - oder wie wäre es sonst zu erklären, daß das Ausnahmetalent in späten Jahren einen echten Schnauzer stehen ließ? Vermutlich war der Bartwuchs des jungen Groucho einfach noch nicht ausgeprägt genug. Die message: wer kann, der soll!

Dann war da noch Heiner Brand, dessen Schnauzer im Gegensatz zu Tom Sellecks Pornobalken partout keine Symbiose mit seinem Träger eingehen will - dieser Oberlippenbart ist zu mächtig, um sich einverleiben zu lassen, und besitzt mutmaßlich eine eigene Intelligenz. Um solch ein Monstrum an die Öffentlichkeit zu tragen, gehört schon einiges an Chuzpe hinzu, die man wohl nur durch einen Weltmeistertitel langfristig erhalten kann. Der Bart jedenfalls spricht zu uns, und sagt: "Ich scheiß' auf eure Konventionen.", und: "Das ist gelebte Individualität!" Da hat er aber recht.

Was passieren kann, wenn die Behaarung entfernt wird, demonstriert anschaulich Hoban "Wash" Washburne aus (na, wer weiß es nicht?) Firefly / Serenity. Wie wir dank den Rückblicken aus der Folge Out of Gas wissen, trug Wash vor seiner Zeit auf der Serenity einen prächtigen Westernschnauzer. Um überhaupt eine Chance bei seiner zukünftigen Frau Zoe zu haben, mußte das Teil weichen. Sowas ist immer ein Fehler - und für alle offensichtlich klafft nachher im Gesicht von Wash eine Lücke. Und wir wissen auch, wozu die Rasur am Ende geführt hat. I am a leaf on the wind ...

Doch was interessieren die Schnauzer von gestern? Verzaget nicht, ihr Liebhabenden von haariger Oberlippenpracht! Jason Lee (unser aller Lieblings-Scientologe und einstige Konkurrenz von Tony Hawk) eilt herbei, und demonstriert uns als Earl aus My Name Is Earl, was einen modernen Schnauzbartträger auszeichnet: Witz, Charme, Mitgefühl, Natürlichkeit, Breakdance, Karohemden. So will ich, so willst du sein. Und da bleibt nur eine Möglichkeit: ein Schnauzer muß her!

Freitag, Oktober 19, 2007

Wer will denn da den Dritten Weltkrieg?

Der Online-Artikel auf jW ist wie so oft nur ein Wrack, wenn die ungeneigten Besuchenden nicht über ein Online-Abo verfügen, doch Titel und Textschnippsel sprechen gewohnt deutliche Worte. "Die Front steht: Bush stellt Weltkrieg in Aussicht", so die Headline, um dann im nächsten Halbsatz die mutmaßliche Quintessenz des Artikels vorwegzunehmen:
Es war keine Warnung, sondern eine Drohung, die US-Präsident Bush aussprach, als er die »politischen Führer der Welt« aufforderte, den Iran an der Entwicklung von Atomwaffen zu hin...
Welch widerwärtigen Bushism hat denn der US-Präsi da wieder losgelassen? Laut SpOn diesen:
"Wir haben in Iran einen Führer, der erklärtermaßen die Zerstörung Israels will", sagte Bush und warnte: "Wenn Iran die Atombombe hätte, dann wäre dies eine gefährliche Bedrohung für den Weltfrieden."
Um dies wie der Werner Pirker von der jW als Drohung zu verstehen, die USA werde den Iran, alsbald dieser über Atomwaffen verfüge, ins Steinzeitalter zurückbomben, müssen schon einige Defekte vorliegen.

Es gehört ein lafontainscher Quadratwurzelschädel dazu, die Selbstbewaffnung des Irans mit Atomwaffen zu begrüßen - mit dem Argument, wenn Israel hat die Bombe, dann muß der Iran sie auch haben.

Daß es Ahmadinedschad mit der Vernichtung Israels ernst ist, darf man ihm ruhig glauben. Und allein die Drohung des Atomangriffs auf Israel, mit den passenden Waffen unterfüttert, wären tatsächlich "eine gefährliche Bedrohung für den Weltfrieden". Aber klar, die jW strickt flott noch ein Propaganda-Traktat daraus, welches folgerichtig und zum Wohle aller nur bereits indoktriniertem Fußvolk bereitgestellt wird.

Doch wie steht es wirklich um den Weltfrieden? Braucht jeder Antisemit die Bombe? Und wie war das mit der "friedlichen Nutzung" von Kernenergie? Atomarer Erstschlag, übernehmen Sie!

Dienstag, Oktober 16, 2007

Totalitarismustheorie Reloaded: Stalin Putin

Es ist schon ein Kreuz mit der Technik. Kann vom Print- oder TV-Journalismus erwartet werden, daß sie solch esoterischen Internetmist wie "RSS Feeds" durchblicken? Na-türlich nicht.

Und so werden dann per RSS Reader (in diesem Fall: iGoogle (von Apple?)) solche originellen Knaller wie dieser hier kredenzt: "Der erste nach Stalin Putin im Iran". Im Artikel selber sehen wir, daß n-tv.de bei der (vermutlich automatisierten) Feed-Erstellung Über- und Unterschrift zusammenschweißt. Leider geht es nicht wie versprochen um die Nachfolge von Stalin Putin. Das Gipfeltreffen von Stalin Putin mit Hitler Ahmadinedschad ist das Thema ...

Das Einbinden eines trennenden Zeichens (":" oder "-" oder was) zwischen Überschrift und Untertitel übersteigt wohl die Fähigkeiten der TV-Leute. Schade eigentlich nicht.

Samstag, Oktober 13, 2007

Wii-Spiele, auf die wir gerne noch warten.

Die Wii hat den Clash of Cultures genannt Konsolenkrieg siegreich beendet, meinen manche. Und wahrlich, die Spiele, die da kommen werden, sind derartig brutalphänomenalst, daß die globale Wirtschaft schon um den Erhalt der Arbeitskraft ihrer Lohnsklaven fürchtet - zu Recht! Sobald diese Knallertitel das Licht der Welt erblicken - ach, zu selbigem werden! - ist es vorbei mit allen anderen Beschäftigungen! Die Menschheit wird, so sich eine Wii in ihrem Besitz findet, mit ihren Wii-Remotes verwachsen. Alle anderen werden notfalls kriminell, um sich dann ebenfalls diesem geballten Wii-Vergnügen hingeben zu können! Wir können, wir sollen, wir müssen uns also freuen, und zwar auf die folgenden Titel:

Guitar Hero XXVI
Der Untertitel dieses ultimativsten aller Gitarrenhelden: Multiple Hands of the Rock Gods. Und wahrlich, der beiliegende Gitarrenkontroller hat es in sich: vier Wii-Remotes müssen fest in die Gitarre installiert werden - nicht nur, um den enormen Stromverbrauch zu befriedigen, sondern auch, weil nur vier Remotes gemeinsam die nötige Vibrationskraft an den Tag legen.
Jeder der fünf Gitarrenhälse hat 10 verschiedenfarbige Knöpfe, also insgesamt 50. Auf einfacheren Schwierigkeitsstufen werden natürlich nicht alle Knöpfe und Gitarrenhälse benutzt - auf dem einfachsten Schwierigkeitsgrad nur 6 Knöpfe an drei Hälsen.
Für langfristigen Spaß ist gesorgt, wenn sich die Spieler an neun verschiedenen Versionen von "Smoke on the Water" in sieben Schwierigkeitsstufen versuchen können - das entspricht einer Songauswahl von über 60 Liedern!


Mario Party 38
Mario kehrt zu seinen Wurzeln zurück: der Klempnerei! In über 200 verschiedenen Minispielen stellt der dicke Italiener sein Können unter Beweise: mal verstopfen Haare die Rohre, mal Essenreste, und vieles, vieles mehr!
Die Auswahl an spielbaren Charakteren ist groß: Mario (in fünf verschiedenen Outfits), Dr. Mario, Jumpman, 8 Bit Mario, Super Mario (auch fünf Outfits), Baby Mario, und Luigi.


Raving Super Smash Bros. Rabbids
Was liegt näher, als Nintendos erfolgreiches Prügelepos mit den beliebten Minispielhasen zu kreuzen? Nichts, sag ich ja.
Raving Super Smash Bros. Rabbids (RSSBR) bietet unterhaltsame Multiplayer-Schlachten mit bis zu acht Spielern gleichzeitig (4 Remotes, 4 Gamecube-Controller). Spaß und Spannung ist garantiert, wenn du vor umherhüpfenden Psycho-Hasen, Myriaden von Geschossen und Explosionen, und zufälligen Mega-Ereignissen im Vorder- und Hintergrund (Hasenrockkonzert, Dritter bis Vierter Weltkrieg, Formel 1 Grand Prix, und mehr!) gar nicht mehr weißt, wo überhaupt dein Fernseher steht!


Wario Ware: Flatulence
Nein, dieser Wario! Nintendos (mit großem Abstand) beliebtester Charakter läßt es so richtig krachen! Er macht, was er am besten kann: Luft ablassen!
In über 1000 Minispielen muß der dicke Schnurrbartträger sein Können unter Beweis stellen. Wie viele Pokémons kannst du in zehn Sekunden mit deinen Gasen ausknocken? Wer fliegt mit Hilfe von Bohnensuppe am höchsten? Schaffst du es, anderen die Schuld am Gestank zu geben? Und kannst du mit deiner "Spezialattacke" verhindern, daß du im Bus den Behindertenplatz räumen mußt?
Dies und mehr erwartet dich in Nintendos därmlichsten Spiel!


God of Awesome
Die Playstation 2 hatte gegen Ende ihrer Lebenszeit noch den unerwarteten Knaller God of War. Und was hat die Wii? Nein, nicht Super Mario Galaxy - hör' auf mit dem Kinderkram. Wenn ich blauen Himmel, bunte Sterne und lustige Feinde will, gehe ich in die Gummizelle. Das Spiel der Spiele für die Wii ist God of Awesome!!
Bereite dich vor auf die unglaublichste Schnetzel- und Schnitzeljagd der Menschheitsgeschichte! Übernimm die Rolle von Julius, dem Liebling der Götter und Besitzer der Mega Triple Blades of Chaos and Order and Such, und mach dich auf die Reise vom antiken Sparta ins postmoderne New York. Und vergiß nie: wer sich dir in den Weg stellt, ist Gyros! Also nimm genug Tzatziki mit.

Donnerstag, Oktober 11, 2007

You Can’t Take the Sky From Me: Serenity 2

Es fing an mit einem unschuldigen, kleinen Telefoninterview von Moviehole mit Alan Tudyk, dem beliebtesten Raumschiffpiloten des Universums. Wovon ich rede? If you have to ask ...

Jedenfalls meinte Tudyk in dem Interview in Bezug auf die Serenity Special Edition:
“They had to put [the new DVD] out because they’ve been selling out of the other one [the DVD that isn't the 'Collectors Edition'] and so Universal’s like ‘So, let’s do another one’", he says, adding "And now… there’s now a chance there’s going to be another movie”.
"Another movie". Kein Wunder, daß die Internethypemaschine heiß lief. Doch weh und ach, das Interview wurde mittlerweile um folgenden editorialen Zusatz erweitert:
(Editor's Note : No Universal hasn't greenlit another "Serenity" movie, they only commissioned a 'Collectors Edition' DVD. Alan says there's now a "chance" there's going to be another movie. Cross your fingers peoples! And for those that have written in asking if I'm a true browncoat (c'mon!) or Whedon-fan.... my new baby daughter's named Charisma! Is that good enough for membership?)
Sei es wie es mag (und ich glaube erst dran, wenn ich den Streifen sehen), die Frage ist, worum es im Film (in der neuen Serie? Pfffft.) gehen könnte. Hier eine kurze Liste.

Und wo wir gerade dabei sind: A Marxist Reading of Joss Whedon’s “Firefly”. Und noch was.

Aufmerksamkeit!

Was passiert, wenn man auf einer amerikanischen Website (Cracked.com) mindestens halbmaschinell ins Deutsche übersetzte Werbung angeboten bekommt, kann und muß man hier sehen:

Aufmerksamkeit ist schon fein. Und aufmerksam lesend stellt man fest, daß im Satz "Sie wurden ausgewählt für einen iPod" etwas fehlt. Macht aber nichts, man versteht schon, was gemeint ist. Gleiches gilt für "Klicken Sie auf Weiter unten", da muß man schon ein veritabler Grammatik-Nazi sein, um hier Unverständnis vorzugaukeln - nein, man soll nicht "auf" klicken, welches sich "weiter unten" befindet.

Doch da, der gute Rat: Beeilen Sie sich, bevor die Zeit vergeht!
Verdammt. Zu spät.

Mittwoch, Oktober 10, 2007

Herman und Kerner: Geht doch.

Nun sind wir quitt. Vor wenigen Jahren, an jenem 11. September 2001, war ich es, der Serenity Highsmith auf das mediale Großereignis aufmerksam machte, bevor es zu spät für die Liveberichterstattung war. Heute, just eben, war sie es, die, eifrige Teletextleserin, die sie nun mal ist, bei Johannes Beh Kerner länger verweilte als üblich und angemessen. Denn der Teletext wußte zu vermelden, daß Kerner die Eva Herman aus der Sendung kicken wird (ein Hoch dem unspontanen Aufzeichnungslaber-TV).

Gut, hier werden Äpfel mit Granatbirnen verglichen, wie kann man da von "quitt" reden? Alldieweil beim Fall Herman noch nicht gar so viele Todesopfer zu verzeichnen sind (von manchen den Freitod gestorbenen Hirnzellen einmal abgesehen). Sei es drum und dran, ich schweife ab. Zurück zum Thema.

Herman zeigte sich wie zu erwarten war völlig uneinsichtig, und fühlt sich zu Unrecht in die "rechte Ecke" gestellt, aber das hatten wir ja schon. Müßte man ihr nicht erklären, daß sie mitnichten zur Nazi ernannt wurde, daß aber ihr Familienbild aus allen Poren braune Soße tropft (novahell erleuchtet durch ihre Bewunderung fürs NS-Frauenbild)? Müßte man nicht, und Kerner macht's auch nicht (die anderen Gäste jedoch schon - netter Versuch, doch Hermans Miene versteinerte dabei zusehends).

Statt dessen wird die Berufsehre des Talkers verfochten, denn Herman hatte zwecks Selbstverteidigung von "gleichgeschalteter Presse" gebrabbelt. Dies, so Kerner nebst geladenem Histöriker, ist Nazidiktion, und da solle sie doch gefälligst aufpassen, wo sie doch in dieser Hinsicht schon auffällig geworden ist.

Über den Wahrheitsgehalt dieser kruden Verschwörungstheorie (die einen tatsächlich zu beobachtenden Sachverhalt zu beschreiben versucht, nur leider völlig falsch - aber ich schweife schon wieder ab) brauchen wir uns nicht zu unterhalten, denn viel interessanter ist der Vorwurf seitens Kerner. Es ist ja nun nicht so, daß die Nazis die Weimarer Presse als "gleichgeschaltet" bezeichnet hätten - vielmehr war es ihr Begriff für die auf Linie gebrachte und "gesäuberte" deutsche Presse. Leider (für Kerner) benutzt Herman den Begriff aber nicht positiv.

Andererseits werden moderne Nazis nicht müde, der deutschen Presselandschaft genau dies ebenfalls vorzuwerfen. Nur das war weder von Kerner noch vom Historiker zu hören. So wirkte es alles in allem tatsächlich wie ein mißgelaunter Versuch, Herman in der "rechten Ecke" festzunageln, weil zumindest Kerner sich wohl von dieser Aussage provoziert fühlte.

Der Rauswurf jedenfalls war denkbar unspektakulär. Die anderen Gäste - Senta Berger, Margarethe Schreinemakers und irgendein Comediangesicht - wollten nur nicht länger neben der uneinsichtigen Herman sitzen. Kann man verstehen, und Kerner auch, der prompt Herman "entlassen" hat (bin nicht mehr 100%ig sicher, ob dies seine genaue Wortwahl war - wäre schön, wenn). Eine Sternstunde der deutschen TV-Geschichte. Und das ist so wahr wie traurig.

Dienstag, Oktober 09, 2007

Herman und die Katholen: Alles toll.

Wir erinnern uns: Eva Her(r)man(n) wurde vom NDR gekickt, weil sie die "Werschätzung der Mutter" im NS lobend hervorhob. Das hat, wie zu erwarten war, ein Nachspiel. Oder sollte ich sagen: Heimspiel? Vom "Forum Deutscher Katholiken" wurde Herman begeistert empfangen, wie nun die mediale Runde macht. Exemplarisch der Stern-Artikel "Frauenbild: Katholiken beklatschen Eva Herman":
Sie sei "eine tapfere Frau", die gegen das "öffentliche Geheul" anstimme, kündigte der Leiter des Kongresses, Alois Konstantin Fürst zu Löwenstein, die Gastrednerin an. In ihrer 40-minütigen Rede betonte Herman laut "Bild"-Zeitung die Wichtigkeit der Werte, die sie auch schon in ihren Büchern propagiert hatte: Liebe, Familie und Kinder.
So weit, so erwartbar harmonisch. Liebe, Familie und Kinder: tolltoll. Aber mit dieser Ansicht hat man es nicht leicht:
Vor den 700 Teilnehmern der Tagung äußerte sie sich auch zur öffentlichen Schelte, die sie in der Vergangenheit über sich ergehen lassen musste: "Letztes Jahr hatte ich bereits öffentlichen Gegenwind bekommen für diese Thesen bekommen, persönliche Beleidigungen waren keine Seltenheit. Alles, was nach Familie, Glück mit Ehepartnern und mit Kindern, nach dem Weiblichen, dem Männlichen und dem Muttersein klingt, wird in unserem Land auffallend schnell mit Nazi-Parolen in Zusammenhang gebracht", zitiert die "Bild"-Zeitung Herman.
Nur weil jemand meint, in der Nazi-Zeit sei einiges "sehr gut gewesen, zum Beispiel die Wertschätzung der Mutter", wird das gleich "mit Nazi-Parolen in Zusammenhang gebracht"? Sachen gibt's ...

Daß Herman sich nun die letzte Ölung bei den Katholen abholt, war folgerichtig. Und daß Bischof Mixa am Rande der Berichterstattung als keine Absage an Herman erteilende Person auftaucht, ist nur ehrlich. Ehrlich.

Jedenfalls schön zu beobachten, wie sich der abgergläubisch verbrämte Geist nur zu gerne bereit zeigt, aus Täterin Opfer stilisiert zu sehen, wenn diese nur die richtigen Knöpfe drückt: "Liebe, Familie und Kinder". Und Gott mit uns.

Wieder was gelernt

Gestern abend auf einer 'burtstagsfete wurde mir gewahr gemacht: das Schlimmste für eine erkältete Person ist die Kälte. Aber auch das Schlimmste ist Zigarettenrauch. Ergo:

Freitag, Oktober 05, 2007

Massaker.

Der Trailer zum Film:

Ähnlichkeiten zu lebenden oder toten oder untoten Personen ist wie üblich rein zufallend.
(Klappt nicht? Direkter Link.)

Und noch ein Trailer (sorry):

(Direkter Link.)

Donnerstag, Oktober 04, 2007

E for Elsässer

Dank des Schulblogs machte ich mich auf, um die elsässer'sche Schauart von "V for Vendetta" zu durchleuchten, sprich: zu googeln. Auf Platz 4: Studentengruppe :: Anti - Deutschen. In dieser "Studentengruppe", dem "Forum der Politischen Hochschulgruppe München", findet sich ein Artikel Elsässers aus der (was sonst) jW. Doch spannender als der Artikel sind die Kommentare der "Studentengruppe", bieten sie doch deutlichste Bewertungen der "Anti-Deutschen".

User RM1917, der Urheber des Beitrags, meint:
ich finde, dass die Anti-deutschen bürgerlich, pro imperialistische, rassistische Störömung sind, das macht sie nicht allein faschischtisch.
Das alleine nicht, nein. Daß es sich um eine "rassistische Störömung" handelt, ist aber schon schlimm genug, gelle?

Max schaut in die Zukunft, und rückt das schiefe Antideutschenbild von RM1917 zurecht:
Im nächsten industriellen Massenmord sind die Muslime dran und die Antideutschen Rassisten stehen jubelnd an vorderster Front...
Huzzah!
Von meinen Jubelarien einmal abgesehen empfehle ich Max einen Auffrischungskurs in Sachen NS. Auschwitz: wieder überall? Jedenfalls alle Achtung, so sehr muß man erst einmal die Jugoslawienkriegspropaganda verinnerlicht haben - der liebe Max wird sich wohl weiland gemeinsam mit Scharping die eine oder andere Träne rausgedrückt haben, als dieser Luftaufnahmen von (freilich vermeintlichen) KZs in die Höhe hielt.

DaRockwilda weiß folgerichtig zu berichten:
Antideutsche sind nicht besser als Antisemiten.
Die umgekehrte Antisemitismuskeule. Noch nicht mal ein guter Versuch. Mehr Glück beim nächsten Mal (daß in jenen Kreisen der Ausspruch "Antideutsche sind Antisemiten" nicht als Beleidigung aufzufassen wäre - geschenkt).

Den jungen, bayrischen Anti-Imps sollte mal erklärt werden, was Rassismus ist. Einen Abu Bakr Rieger beispielsweise kann man - auch ohne ihn in eine "Rasse" stecken zu wollen - ziemlich unappetitlich finden. Oder, in anderen Worten: Islam ist keine "Rasse", das behauptet noch nicht mal die NPD (und das sind die Experten).

Daß eine eingehende Beschäftigung mit dem Thema "Antisemitismus" bei diesen jenen mehr als überfällig ist (wären sie nicht so jung, müßte man sagen: 30 bis 40 Jahre zu spät), stellen sie offenkundig zur Schau.
Sie haben am Ende nur eines gelernt: den Antiamerikanismus (der sich hier in ihrem Haß auf die "amerikanischen Kollaborateure" entlädt). Und das auch noch: von ihren Eltern und Großeltern.

Mittwoch, Oktober 03, 2007

Abu is back (4)

Nach diversen peinlichen Fiaskos (Fiaschi?), investigativjournalistischen Enthüllungen und antifaschistischen Unschuldsbeteuerungen ist just heute ein Propagandavideo aufgetaucht.

Beeil' er sich, solange es noch da ist.


Kurz vor Umbenennung dieses Blogs in "Abu Fiasko" ziehe ich hiermit die Notbremse.

Dienstag, Oktober 02, 2007

Abu is back (3)

Nachtrag:

Planet Hop verweist auf einen Artikel in der Islamischen Zeitung von Abu himself: Antisemitismus und Islam schließen sich aus, während er, Abu, zeitgleich zurückgetreten wurde.

Doch Abus Artikelchen, welches mit "Kampagnenjournalismus: Aus den Hinterhöfen des Internets" pointenarm doch stilblütenreich treffend überunterschrieben ist, zeichnet den Verursacher des Fiaskos in erster Linie als beleidigte Kalbsleberwurst. So meint er beispielsweise zu wissen:
Die Etablierung privater Verfassungsschutzkreise ist heute im Netz eine effektive und einfache Maßnahme.
Und weiter, also ferner, also fernabvon:
Der hier dienende „Journalismus“ zeichnet sich auch durch die Anwendung einer alten Stasi-Technik aus: der Agitation mit Tatsachen. Man muss, um diese Artikel einzuordnen, sie nicht nur genau lesen, sondern auch Kenntnis haben, welche - oft relativierenden und ebenso bekannten - Tatsachen eben auch ganz bewusst weggelassen werden. Erkenntnistheoretisch können die meisten Artikel daher eine radikal subjektive Ausrichtung entsprechender Autoren nicht verbergen. In einigen Publikationen aus dem Urwald des linken Denkens ist auch die gute – besser: schlechte - alte deutsche Denunziation integrierter Bestandteil. Alle Ideologen gleichen sich ja immer auch in der Anwendung der Mittel an.
Er, Abu, wird denunziert. Getan hat er schließlich nichts, oder zumindest nicht mit Absicht. Wie gut er sich doch auskennt:
Der Vorwurf eines Antisemitismus wird in einschlägigen Kreisen immer auch gerne mit angeblich maßloser Kritik an Israel belegt.
So war es also zu verstehen, das üble Sprechen vom "gemeinsamen Feind" der Nazis und des Islam: als Kritik an Israel.

Die wahren Übeltäter sind mithin die Verbreiter des Videos:
Das taktische Lancieren des Amateurvideos auf YouTube, 14 Jahre später, garniert mit Aufforderungen zur Gewalt und Beleidigungen, sind ein ziemlich durchsichtiges Manöver. Eine Kampagne, die augenscheinlich allein den Zweck hat, zum passenden Zeitpunkt zu diskreditieren. Hierzu passt auch die bewusst kontextlose Deutung der Passage und die unverblümte Einordnung in die Tagespolitik auf Spiegel.de.
Was der Autor uns zu sagen versucht: auf den Kontext kommt es an. Wäre dieser beachtet worden, wäre das Bedauern über die nicht vollständige Vernichtung der Juden im NS auch richtig zu deuten gewesen.

Auch war Abu überzeugter Antifaschist:
In unserer Weimarer Zeit, die dem besagten Video folgte, haben wir uns dann de facto anti-faschistischen Aktionen gewidmet. Wir waren damals begeistert von der Idee, dass wir in einer kleinen Gemeinde im Osten nicht etwa ideologisch, sondern alltäglich praktisch und einfach als Muslime zusammenleben könnten. Dabei war uns klar, dass dies - wie es in der entsprechenden damaligen Broschüre ausdrücklich hieß - „im Rahmen der deutschen Gesetze“ geschehen sollte (dieser einschränkende Satz wird, obwohl mitten im zitierten Text, in entsprechenden Zitaten einer „Fachjournalistin“ übrigens immer bewusst weggelassen).
"De facto anti-faschistisch", weil "nicht etwa ideologisch, sondern alltäglich praktisch und einfach als Muslime zusammenleben". Das legt den Schluß nahe, daß der arme Abu unter ADHD (formerly known as ADD) leidet. Das würde so einiges erklären, rechtfertigt aber leider nichts.

Wie Abu den Titel des Artikels ("Antisemitismus und Islam schließen sich aus") im Text begründet, ist mithin schlüssig und gekonnt:
Anti-Semitismus und Islam schließen sich aus.


Fazit:
Die Sünden dieser Zeit bleiben also - mit Verlaub - recht überschaubar.
Und, dank dissidenz, nicht nur über-, sondern anschaubar. Mit Verlaub meinetwegen auch.

Abu is back (2)

Das Video von Abu Bakr Rieger war verschwunden, ebenso wie das Fiasko, welches wieder aufgetaucht ist. Nachdem das alles nun Schnee von vor zwei Wochen ist, schaltet sich Spiegel Online ein: Extremismus: Islamratsmitglied hielt antisemitische Rede ("entdeckt" von Henry K. Duff und Planet Hop).

Da wird geheuchelt, was das Zeug hält. Rieger selber war nie Antisemit, und es sei ihm im Nachhinein auch nicht mehr klar, wie er sich zu solchen Äußerungen ("gemeinsamer Hauptfeind" der Nazis und des Islam, und die mangelnde Gründlichkeit der Nazis) hat hinreißen können. Für den Islamrat, dessen Mitglied Rieger ist, wäre ein einfaches "Sorry" genug.

Besondere Perle des Artikels:
In der Politik werden nun Konsequenzen für die Islamkonferenz der Bundesregierung gefordert: "Solange Herr Rieger noch beim Islamrat aktiv ist, darf die Organisation kein Dialogpartner sein", sagt Unionsfraktionsvize Wolfgang Bosbach SPIEGEL ONLINE. Bosbach sieht den Fall Rieger als Beleg für die Richtigkeit seiner Vorsicht im Umgang mit islamischen Organisationen: "Alles, was dort öffentlich gesagt wird, ist nicht so aufschlussreich wie das, was intern gesagt wird."
Da hat Bosbach sicher recht, auch wenn dies nicht nur für den Islamrat gilt, sondern auch für andere politische Glaubensbündnisse. CDU und Hohmann, anyone?

Bedenken wir dies, wenn Schäuble wie folgt zitiert wird:
"Wenn ich aber von vorneherein jeden ausschließe, der nicht hundertprozentig auf dem Boden des Grundgesetzes steht, dann kann ich es gleich lassen."
Und das, Bosbach, ist immerhin ehrlich.

Samstag, September 29, 2007

Buffy the Slayer Comic

Noch mal kurz zur KONKRET. Im aktuellen (post-jubel) Heft gilt es einen gar hundstrivialen Artikel über eine unbedeutende, abgesetzte Fernsehserie zu beachten, geht somit die KONKRET ihrem Ende ein Stück weiter entgegen - nach Traktaten über World of Warcraft, Harry Potter und die Simpsons nur folgerichtig, sich nun Buffy the Vampire Slayer zu Gemüte zu führen. Theoretischer Aufhänger: die 8. Staffel, die zur Zeit als Comic bei Dark Horse erscheint (wir berichteten). Praktisch jedoch geht es um das feuchtfröhliche Traumpaar der Serie: Buffy und Spike. Und ist damit leider völlig unaktuell. Daß man in den Comics erfährt, daß Spikes (und Angels) kurze Stippvisite in Rom auf Buffys Spuren sie in Wahrheit nicht Buffy, sondern einer (von der Slayer-Gemeinde eingesetzte) Doppelgängerin näher bringen - kein Wort. Schade.

Doch bevor wir den insgesamt doch wohligen Artikel beiseite legen, hier mein persönliches Highlight (weil pet peeve von yours truly):
Daß "Buffy" zum Schönsten gehört, was Fernsehen je hervorgebracht hat, läßt sich eigentlich auf den ersten Blick erkennen; es sei denn, vielleicht, man schaut die deutsche Synchronisation. Schon daß die Serie hierzulande unter dem Titel "Buffy - Im Bann der Dämonen" laufen muß, zählt, neben der Umbenennung von Stan und Laurel in Dick und Doof, zu den ärgsten deutschen Übersetzungsverbrechen.
Wohl wahr, wohl wahr. Und die eigentliche Synchronisation ist keinen Deut besser ihr Titel (wer sich durch den längsten Blogeintrag der Internetgeschichte arbeiten mag, findet dort mehr zu diesem Thema - ab dem 4. Absatz geht's los).

Doch nun zurück zum Thema, also Salz in die offene Wunde der verpaßten Chance der KONKRET: das Buffy-Comic. Und der Comic ist [mode fanspeek]groß[/mode].

All jenen, die sich nach wie vor tunlichst davor sperren, der Serie auch nur den Hauch einer Chance zu geben, sei gesagt: die Comics werden sie auch nicht umstimmen. Und das im folgenden Geschriebene wird ihren Augen befremdlich vorkommen. Also: auf Wiedersehen.

Allen anderen sei kurz beschrieben, worum es in den bisherigen sechs Heften so geht. Eins vorweg noch: nicht alle Charakter der TV-Serie haben bisher ihre Aufwartung gemacht - beispielsweise "fehlen" bisher Spike und Angel (ein weiterer Grund, warum der KONKRET-Artikel etwas fehlgeleitet wirkt). Ok, here goes ...

Die 8. Staffel spielt nach dem offenen Ende von Angels 5. Staffel, doch was nach dem angelschen Kulminationspunkt mit den bis dahin Überlebenden (Angel, Spike, Illyria und Charles Gunn) geschah - kein Wort. Die Slayer bleiben (nach ihrem Sieg über das First Evil in Staffel 7) größtenteils organisiert - von den weltweit knapp 1800 Slayern arbeiten ca. 500 mit den Scoobies. Die US-Regierung stuft diese Slayer- als terroristische Organisation. Warren Mears ist zurück - nachdem er von Willow in Staffel 6 zu eloquent gehäutet wurde, hat Amy (die Ex-Rättin ...) ihn gerettet. Buffy hat zu ihrem Schutz zwei Doppelgängerinen (eine, wie oben beschrieben, in Rom; das Schicksal der anderen wird in Band 5 beschrieben). Und Faith, unser aller Lieblings-Slayer, wird von Giles auf eine korrupte Slayer angesetzt (ab Band 6, von dem das hier abgebildete Titelbild stammt).

Fazit: Five by five im Buffyverse, und business as usual für die Scoobies. Wer die Comics liest, ist anschließend noch nicht mal mehr halb so traurig, daß Buffy nicht mehr im TV zu sehen ist.

Donnerstag, September 27, 2007

A Marxist of the Groucho variety

Es sei mein Begehr, dem geneigten (dt: schrägen) Publikum nicht nur die Marx Brothers ein Stück weit näher ans Herzerl zu rücken, sondern in einem Abwasch auch gleich Aufklärung hinsichtlich meines Pseudonyms - ja, der Name ist nicht echt - nachzuliefern, da dieses bereits mehr als einmal die falschen Assoziationen hervorrief. Fangen wir also damit an: Firefly hat da erst einmal nichts mit der gleichnamigen und grandios-guten TV-Serie zu tun, auch wenn ich gestehen muß, daß diese Namensgleichheit sicherlich kein Hinderungsgrund gewesen ist. Nein, der Name "Julius Firefly", gerne auch einmal "Julius T. Firefly" oder "JT Firefly", rekurriert auf Rufus T. Firefly aus dem Marx Brothers-Streifen Duck Soup, dort gegeben von Groucho Marx, der in Wahrheit Julius mit Vornamen hieß. Soviel dazu.

Nun zu einigen der besonderen Perlen der Marx'schen Filmkunst, die hierzulande - auch dank unterirdisch schlechter Synchro und Untertitel - völlig zu Unrecht oft in die "Klamottenkiste" gepackt werden.

Eröffnen wir den schwarz-weißen Reigen mit der legendären Spiegelszene, nicht ganz zufällig aus dem bereits erwähnten Meisterwerk Duck Soup. Wir sehen Rufus T. Firefly (Groucho) im Nachthemd, und Pinky (Harpo) in Firefly-Verkleidung (Nachthemd, Brille, falscher Bart), und ganz am Ende noch Chicolini (Chico) ... aber ich will mal nicht vorgreifen. Bitte sehr:


Ein weiterer Klassiker, diesmal aus A Night at the Opera: Groucho und Chico handeln einen Vertrag aus.

Und gleich im Anschluß an diesen Filmausschnitt möchte ich den Blick auf den letzten Satz der Blogbeschreibung oben richten. Nun ist auch dieser Witz verbockt, nicht?

Dann war da noch das Password Swordfish.


Der Appetizer ist serviert, der Aufklärung ist Genüge getan. Gute Nacht.

Abu is back

Eine Erinnerung: dank Planet Hop zum Abu Bakr Rieger Fiasko. Dann verschwand zunächst das Originalvideo, dann das Remake.

Kurz und gut, das Fiasko und Abu sind zurück, dank dissi von dissidenz.olifani. In diesem Beitrag ist es zu finden, also nix wie hin.

Mittwoch, September 26, 2007

1000 Jahre taz

Was war 1974 doch für ein Jahr - eine Zeitenwende, würden manche sagen: Dungeons & Dragons und yours truly erblicken fast zeitgleich das Licht der Welt, Deutschland wird ausnahmsweise nicht Fußballweltmeister der Herzen, und Hermann Ludwig Gremliza beginnt seine Berufung als Herausgeber der KONKRET.

Nun ist sie bekanntlich 50, die KONKRET. Nach Studiblatt und Apo-Fanzine nun die publizistische Speerspitze einer seriösen Linken. Right? Wrong. Fragen Sie doch mal die taz.

Die aktuelle KONKRET bietet eingangs einen ansehnlichen Pressespiegel (angeführt von Schwesterzeitschrift Titanic), bei dem eben dieses grüne Beinahparteiorgan taz mehr als nur durch die schiere Ausführlichkeit auffällt. Die folgenden Zitate stammen zunächst aus dem Textchen "Das Gewissensmagazin" von Stefan Reinecke, welcher auch Gegenstand in der aktuellen KONKRET ist (entsprechend kurz wird es abgehandelt, Göttinseidank).

Erst einmal sind KONKRET-Lesende dumm wie Bohnenstroh, ja vermutlich gar dümmer als die grüne Basis.
Denn wer konkret liest, erwartet nichts Neues, schon gar nichts Zeitgemäßes. Sondern nur die Wiederkehr der immer gleichen Botschaften.
Nun sag uns aber bitte, lieber Herr Reinecke, um was für Botschaften es sich handeln mag.
Also: Fast alle Politiker in Deutschland sind nationalistische Trottel. Der deutsche Imperialismus ist nicht 1945 endgültig untergegangen, sondern quicklebendig. Die DDR war das bessere Deutschland. Deutsche sind meist Nazis oder zumindest Nationalisten - wenn nicht, wissen sie es bloß noch nicht. Die Grünen sind schon immer Verräter gewesen. Die Linkspartei besteht aus einem Haufen Nationalisten - und so weiter.
Die Grünen: Verräter? Da wird in der taz (wie zu erwarten) der Grünen Partei, jenem Club rechts und links der SPD, die zuletzt immer die Unfähigsten aus ihrem Führungsreigen zur Doppeldumpfheit benennen, mehr Bedeutung zugemessen als ihr zusteht. Und genau darum geht es meist in KONREKT, wenn sie sich doch einmal dazu herabläßt, über jene Partei ein, zwei Seiten zu verlieren: aktuelle grüne Dümmlichkeiten.
Der Rest? Da gesellt sich Unterstelltes zu Fakten, Fakten, Fakten (z.B. Linkspartei). Wie schön einfach die Welt doch ist, durch die grüne Brille betrachtet.

Ein Zukunftsausblick darf nicht fehlen.
Und die nächsten 50 Jahre? Sehen für konkret nicht gut aus. Die Linke könnte zwar ein Blatt gebrauchen, das ihr ohne Rücksichtnahme in die Suppe spuckt. Aber nicht mit Gesinnungskanon und in diesem Bescheidwisserton.
Alles falsch machen die von der KONKRET. Bis heute haben sie, im Gegensatz zur taz, noch nicht mal eine ordentliche Kampagne auf die Beine gestellt, die dem Aboschwund entgegenwirkt. Das darf nicht sein.

Dann sind da, und nun wird es, beim Thema KONKRET laut taz eigentlich unüblich, tagesaktuell, wenn wir einen Blick auf die heutigen (26.9.) "Irrwege der Kulturrevolution" von Alexander Cammann werfen.

Da wird zunächst mit der grünen Basis, wie bereits erwähnt ähnlich dumpfes Pack wie KONKRET-Lesende, abgerechnet:
Der menschenrechtszentrierte, bewaffnete Internationalismus, eine grüne Errungenschaft seit Srebrenica, wird über Bord gekippt, sobald Oskar Lafontaine die Backen aufbläst.
Da machen sie sich den Buckel krumm, die grünen Funktionäre, erfinden Kriegslügen und Gräueltaten, nur um endlich in der Realpolitik ankommen zu können, und dann ist die Basis immer noch nicht gänzlich vom altbackenen Pazifismus befreit. Schande. Die Watschn Richtung Linkspartei muß sein, ist diese doch am meisten eine Gefahr für zukünftige rot-grüne Koalitionen.
Und: "menschenrechtszentrierte"? Dies' Wort sollten wir alle ab jetzt täglich gebrauchen, damit es am Ende das bekommt, was es verdient: den Titel "Unwort des Jahres 2008".

Doch weg von den Grünen, hin zum Thema:
"Wir leben in einer Zeit, in der Revolutionen nicht zu machen sind": Zu solch aufregend neuen Erkenntnissen gelangt Hermann L. Gremliza in der Jubiläumsausgabe von Konkret. Zweifel gehören dabei immer noch nicht zur geistigen Grundausstattung der Zeitschrift.
Schönes Schlußwort. Bleibt festzuhalten: die taz ist neidisch auf KONKRET. Denn die KONKRET ist kein Parteiorgan. Schizoide Auswüchse wie bei der taz - die rot-grüne Regierung bei jeder Gelegenheit zu kritisieren, um dann bei Bedarf ordentlich Wahlkampf für sie zu veranstalten (und dabei noch den drögsten Antiamerikanismus zu bemühen) - sind nicht zu erwarten. Die taz selber würde solch unentschiedenes Wischiwaschi Zweifel nennen. Bitte sehr, gerne doch.

Dienstag, September 25, 2007

Abu Banned

Wie am nicht mehr ordnungsgemäß eingebundenen Video im Abu-Fiasko-Beitrag zu erkennen ist, wurde dieses Video von YouTube gekickt.

Warum? Die eMail von YouTube erklärt:
After being flagged by members of the YouTube community and reviewed by YouTube staff, the video below has been removed due to its inappropriate nature.
Das "Flaggen" von unliebsamen Videos ist eine beliebte Freizeitbeschäftigung der "Community" auf YouTube. Gerade religiöse "Members", ob christlich- oder islamisch-fundamentalistische, sind hierfür berüchtigt (siehe Nick Gisburne). Es wird alles markiert, was - in welcher Form auch immer - kritisch gegenüber dem eigenen Aberglauben ist. Das Abu-Fiasko-Video paßt da völlig ins Programm - nicht nur meine Version, sondern auch die Originalfassung sind von YouTube verschwunden.

Weiter heißt es in der eMail:
Please refer to our Terms of Use and the Community Guidelines for more information on what video material is not permitted on YouTube.
Ok, schauen wir mal nach ... nicht erlaubt sind:
* Pornography or sexually explicit content.
* Videos showing dangerous or illegal acts, like animal abuse, drug abuse, or bomb making
* Graphic or gratuitous violence.
* Gross-out videos of accidents, dead bodies and stuff like that.
* Hate speech which contains slurs or the malicious use of stereotypes intended to attack or demean a particular gender, sexual orientation, race, religion, or nationality.
Zudem ist das Copyright zu beachten. Und wahrlich, das Copyright ist im Abu-Fiasko mindestens umstritten. Beim "Flaggen" hat man die Wahl zwischen "Sexually explicit", "Mature content", "Graphic violence", "Hate speech" oder "Other Terms of Use violation". Unter diesen letzten Punkt fällt auch die Copyright-Verletzung, doch bei einem laienhaft abgefilmten Redebeitrag auf einer (öffentlichen?) Tagung wird es schwer - wie soll YouTube hier von Copyright-Verletzungen ausgehen können? (Zudem: soweit ich weiß, vergibt YouTube in diesem Fall umgehend Verwarnungen - bei dreien wird der Account gelöscht.)

Bleibt die "Hate Speech". Und, tatara, genau dies kann man Abu zur Last legen, wenn er die Ineffizienz des Holocaust beklagt.

Doch halt! Erstens hält sich der fiese Abu gekonnt zurück (nie sagt er "Juden", nie "Holocaust"), zweitens wird die Satire-Lizenz bemüht, um Abus Übersetzer Worte in den Mund zu legen, und drittens: huh?

Sei es wie es mag, YouTube war schon in der Vergangenheit allzu gerne bereit, die Forderungen religiösen pressure groups zu erfüllen. Vielleicht würden sie auch andersherum tätig - nur leider "flaggt" die "andere Seite" nicht so ausgiebig, und ist auch nicht so gut organisiert wie die Fundis (die private Gruppen auf YouTube unterhalten, wo sie sich gegenseitig dazu auffordern, bestimmte Videos zu "flaggen"). Ab und an passiert es zwar (Beispiel: GlennReb), doch bleibt dies die Ausnahme - und kann auch nicht die Lösung des Problems sein. Ansonsten gibt's bald nur noch Urlaubs- und Kindervideos auf YouTube.

Donnerstag, September 20, 2007

Kriegserklärung für die Hamas!?

Spiegel Online läßt sich nicht lumpen (bzw. gerade doch) und schreibt sich angesichts der Androhung von "Einschränkung der Energie- und Treibstofflieferungen" von Israel Richtung Gaza folgendes ins Poesiealbum:
Für die radikal-islamische Hamas im Gazastreifen ist es eine Kriegserklärung, für Israel ein Signal, dass es keine weiteren Raketenangriffe aus dem Gazastreifen auf sein Territorium hinnehmen will.
Oha, eine Kriegserklärung? Dann wird die Hamas nun wohl aufhören, mit Konfettikanonen zu ballern, und statt dessen zu Kriegsgerät greifen.

Aber SpOn wäre nicht SpOn, wenn es das schon gewesen wäre. Nixda:
Sollten die Sanktionen jedoch umgesetzt werden, wären die humanitären Konsequenzen für die Bevölkerung verheerend, sagt der Ökonom und ehemalige palästinensische Handelsminister Hasan Abu Libdeh. Die Wirtschaft des Küstenstreifens würde noch stärker zurückgeworfen.
Genau das strebt die israelische Regierung an. Ein Black Out in Gaza, hofft man in Jerusalem, werde die Bevölkerung zum Sturz der Hamas anstacheln.
Genau das strebe die israelische Regierung an: Die Wirtschaft des Küstenstreifens wird noch stärker zurückgeworfen. Toll gebastelt, SpOn.

Weiter im Text:
Sie ["westliche Experten des internationalen Rechts"] betrachten den Gaza-Streifen weiterhin als besetztes Gebiet, weil Israel alle Grenzen, den Luftraum und die Küste kontrolliert. Zudem fallen israelische Truppen fast täglich in Gaza ein.
Israelische Truppen fallen in Gaza ein. Einfach so. Weil sie es können und sonst nichts zu tun haben.

Zugabe gefällig?
Israel stehe nahe vor einer großen Militäroperation in Gaza, meint denn, schon fast etwas ungeduldig, Verteidigungsminister Barak.
Ungeduldig? Blutdürstig müßte das heißen. Nächstes Mal dann.

Auf die morgige "junge Welt" darf man sich schon freuen. Wenn sie nicht einfach den SpOn-Artikel kopiert.

Montag, September 17, 2007

Das Abu Bakr Rieger Fiasko - "endlich" mit Untertiteln

Auf Planet Hop war kürzlich dieses gar amüsant-dramatische Video zu sehen, in welchem sich ein gewisser Abu Bakr Rieger, Herauswerfer der Islamischen Zeitung, gar mächtigst sein antisemitisches Coming Out feiert. Planet Hop zitiert die Geistesgröße in etwa so:
„Wie d Türke hend au mir Deidsche in dr Geschichde scho ofd für oi guade Sache kämbfd, obwohl i zugebe muss, dess moi Großvädr bei unserem gmoisame Haubdfoid nedd ganz gründlich ware.“

Nun werden sich manche fragen, ob Abu denn angesichts dieses Kauderwelschgeseiers auch vernünftig übersetzt wurde. Die Antwort: ja. Aber schauen Sie selbst:

(Direkter Link.)

P.S: Herzlichen Glückwunsch zum 500. Beitrag, Julius. (Danke.)

Freitag, September 14, 2007

Religiöses Gleichnis?

Was haben die versuchte Verhinderung der MTV European Music Awards in München durch die Katholische Kirche und der Beitrag auf Lizas Welt über das Buch "Schmoozing with Terrorists: From Hollywood to the Holy Land. Jihadists Reveal their Global Plans – to a Jew!" gemein?

Zugegeben, auf der einen Seite geht es ums Enthauptung:
„Wenn ich diese Huren jemals treffen sollte, wäre es mir eine Ehre – ich wiederhole, wäre es mir eine Ehre –, der Erste zu sein, der Madonna und Britney Spears den Kopf abschneidet, sollten sie ihre satanistische Kultur, die gegen den Islam spricht, weiterhin verbreiten“, tat Muhammad Abdel-Al kund, ein Funktionär des palästinensischen Popular Resistance Committees (PRC), das in der Vergangenheit mehrfach für mörderische Anschläge auf Israel verantwortlich zeichnete. (Lizas Welt)
Auf der anderen Seite geht es um die Störung von Besinnlich- und Empfindlichkeiten:
Allerheiligen ist laut bayerischem Feiertagsgesetz ein sogenannter stiller Tag. Danach sind öffentliche Unterhaltungsveranstaltungen nur dann erlaubt, "wenn der diesen Tagen entsprechende ernste Charakter gewahrt ist". (sueddeutsche.de).


Auf der einen Seite die Feststellung, daß die Muslime "zuhause" machen und verbieten können, was sie wollen, nicht mehr und nicht woanders, auf der anderen die Überzeugung, daß Bayern nun mal ein katholisches Bundesland ist.

Engagement gegen die "Religion des Friedens" in allen Ehren. Und im Vergleich sind andere Religionen sicherlich eher zahnlose Tiger. Doch all zu gerne wird das Heil im Clash of Cultures in der heimischen Religion gesucht, und das ist eben: den Teufel mit dem Beelzebub austreiben. Der Papst will in diesen jenen Tagen mehr christliche Verantwortungsträger, und zeigt eindringlich, wozu. Und spricht da nicht der Neid der Besitzlosen? Würde die Katholische Kirche nicht gerne eine eigene Sharia durchsetzen (zugegeben: vermutlich ohne Enthauptungen), so sie nur könnte? Und ist das Begehren versus die MTV Awards in Gottes Heil'gem Hinterhof (Bayern) nicht ein behutsames Vortasten? Oder geht da der Satan mit mir durch?

Fragen unter Fragen. Worauf ich hinaus will: solange nicht Religion und Glauben zur reinen Privatsache gemacht wurde, haben wir ein Problem. Oder zwei.

Mittwoch, September 12, 2007

Aus aktuellem Anlaß


Während andernorts manuell die Blogrolls gesäubert werden, trauert GPM ob der unplanmäßige Verkürzung der Linkliste.

Nach dieser kryptischen Bekanntgabe bleibt nur noch festzuhalten, daß GPM seinem Motto treu bleibt.

Dienstag, September 11, 2007

Out Now: Iron Man Trailer

Endlich ist ein Teaser-Trailer für Iron Man veröffentlicht, und ich muß sagen: whoa.

Bisher, und ich weiß, es ist noch sehr früh, sieht es nach einer einigermaßen adäquaten Umsetzung aus. Also nix wie rüber zum Teaser, damit wir selbigen in Bezug auf seine Umsetzungsgenauigkeit analysieren können...

Zurück? Ok, ab dafür:

* Robert Downey Jr. ist der fleischgewordene Tony Stark. Wirklich, das paßt. Und Drogenprobleme hatten bzw. haben sie beide.

* Tony Stark ist zu Beginn des Films ein arroganter Waffenfetischist (auch hier ist Robert Downey Jr. überzeugend, soweit man das schon sagen kann). Zudem scheint er dem Alkohol nicht abgeneigt (ohne daß Starks Alkoholsucht zum Thema gemacht würde - laut Wikipedia passiert das eventuell in einem möglichen Sequel).

* Die erste Iron Man-Rüstung wird in "Kriegsgefangenschaft" hergestellt, und sieht aus wie ein metallenes Frankensteins Monster. Sie scheint, wie die ursprüngliche Rüstung in den Comics, zunächst der Lebenserhaltung zu dienen (in den Comics steckt ein Bombensplitter in Starks Herz).

* Die Musik paßt wie Faust auf Milz. Iron Man von Black Sabbath, hui. Ok, das war ein Witz.


Was gibt's sonst noch positiv hervorzuheben bezüglich des Films, aber jenseits des Trailers?

* Samuel L. Jackson spielt Nick Fury, und das paßt seit den Ultimates zu 100 Prozent - sah Fury dort doch aus wie Jackson.

* An Schurken gibt es den Mandarin, der angeblich mehr im Hintergrund wirkt, und den Iron Monger (gespielt von Jeff Bridges). Der Mandarin soll im Sequel, falls es soweit kommt, eine zentralere Rolle spielen. Und vielleicht, vielleicht sehen wir irgendwann Iron Man versus Fin Fang Foom...


Alles in allem scheint es so, als wäre es eine ernsthafte Umsetzung von und für Iron Man-Lesende (von denen es, sind wir mal ehrlich, nicht allzu viele gibt) - ob man gleich ein Spider Man 1-2 oder ein Batman Begins erwarten darf? Wir werden sehen, und zwar nächstes Jahr (Mai 2008 in den USA).


P.S: Paramount Pictures, es ist ja schön, daß du dein geistiges Eigentum zu schützen versuchst, doch wann werden du und alle anderen Studios begreifen, daß Trailer Werbung für Filme sind? Wenn andere Leute dafür sorgen, daß diese Werbung größere Verbreitung findet, beispielsweise durch das Posten der Trailer auf YouTube, sollte dir das doch recht sein, nicht? Trotzdem wurde der Trailer von YouTube gekickt - warum? Um die Möglichkeit des Kommentierens zu unterbinden? Hast du so wenig Vertrauen in deine Filme? Oder möchtest du verhindern, daß via YouTube und der Möglichkeit, den Trailer in andere Webseiten einzubinden, am Ende die Verbreitung so groß wird, daß bei Veröffentlichung zu viele Leute ins Kino wollen? Falls ja: weiter so.

Montag, September 10, 2007

Niederländisch? Kein Problem.

Niederländisch - eine Phantasiesprache? Vermutlich, wenn auch wenig originell. Klingt meist wie ein deutscher Stammtisch nach Mitternacht, wenn alle Stammtischler eigentlich wegen Nasenschleimhautentzündung ins Bett gehören.
Doch ab und an darf es auch ein englischer Stammtisch sein:

But sit and fart in the duck... lick, lick, don't mind - three squirts, I'm fine.

Alles in allem kein Wunder, daß Niederländisch eine der drei Amtssprachen in "Belgien" ist.

Filme zum Sparen

Viel zu selten, also ziemlich häufig, wird mir zur Last gelegt, ich würde - im Zuge eines vorauseilenden Hurra-Amerikanismus - gar allzu viele amerikanische und, ja auch britsche popkulturelle Produktionen, seien es Filme oder Serien, in ungebührlicher Art und Weise loben.

Es mag schon sein, daß mein Blick für die Verfehlungen von Popcornkino und Genreserien nicht geeicht ist. Doch halt!, gerade in den letzten Tagen mußte ich zwei Kinoprodukten beiwohnen, die selbst mein geschult unkritisches Auge aufs Derbste beleidigten. Beides sind Fortsetzungen, was an sich zunächst ganz vorzüglich wäre. Doch fangen wir vorne an.

28 Weeks Later
Der erste Teil, 28 Days Later, war noch ein famoses Machwerk voller Turbozombies und Militärkritik. Beides findet sich zwar auch in diesem zweiten Teil, doch es fehlt, was den ersten Teil erträglich bis spannend machte: die Atmosphäre. Trotz allem Blutgekotze blieb dieser Streifen größtenteils vom roten Lebenssaft befreit - ein blasses, sinn- und reizbefreites Machwerk, welches seinen ganzen Horror billigsten Schockmomenten schuldete (meine Behauptung, man könne auf die gleiche Weise auch eine Folge King of Queens fürs Horrorgenre aufbohren, werde ich beizeiten belegen).
Eine ganz und gar unwürdige Fortsetzung des damaligen Überraschungserfolgs. Hoffe sehr, das ist es jetzt gewesen mit der 28.

Bourne Ultimatum
Die ersten beiden Filme, Bourne Identity und Bourne Supremacy, waren nicht völlig ohne Reiz, und zumindest der erste fast ein Meilenstein des modernen Agentenkinos (wären da nicht Mission: Impossible 3 und Casino Royale). Der dritte Bourne präsentiert sich vom Plot her ähnlich anspruchsvoll wie seine Vorgänger, also nicht. Doch die einzelnen Actionsequenzen sind theoretisch spannend in Szene gesetzt, und darauf kommt es schließlich an, nicht?
Theoretisch? Praktisch jagt die im Film konsequent in jeder Szene eingesetzte Wackelkamera, die noch in der ruhigsten Einstellung nahe legt, daß die komplette Crew unter dem Einfluß von gerüttelten Martinis stand, noch den letzten Rest Spannung aus diesem Kinospätsommer. Zu allem Überfluß wird bei flotteren Szenen noch eine Schnitttechnik an den Tag gelegt, die diese Bezeichnung scheut - von Technik kann keine Rede sein; Hauptsache im Sekundentakt hintereinander montiert.
Wer den Film gesehen hat: herzlichen Glückwunsch, du kannst dich nun in die Haut von Epilepsiekranken beim akuten Anfall versetzen.

So viel dazu. Vielleicht darf ich nun wieder Filme loben?

Veronica Mars versus ZDF, Teil 2

Ganz vergessen zu berichten hatte ich, was am vergangenem Freitag auf dem ZDF zum wiederholten Male nicht gesendet wurde: Veronica Mars.

Entgegen meiner Vermutung lag dies jedoch nicht am 10. Todestag von "Mutter Teresa", sondern am vorzeitigen Dahinscheiden des Ausnahmetenors Luciano Pavarotti.

Und das, ZDF, ist immerhin ein Argument, und war auch nicht vorhersehbar. Jedoch, mal unter uns: ist 0.15 Uhr wirklich die beste Zeit, um deinen verstorbenen Heroen zu gedenken?

Sonntag, September 09, 2007

Herman und die Nazis: nicht alles toll.

Bei den Nazis war nicht alles schlecht, sondern vieles auch gut.

Nach einer solchen Einleitung ist einiges zu erwarten:
Der Autobahnbau - wie kämen wir sonst zur Arbeit?
Das "Kauft nicht beim Juden" - ist ja wieder total hip.
Die Erkenntnis, daß die anderen auch Verbrecher waren - Dresden, Hamburg, schlimm, schlimm (wußten die Alliierten etwa nicht, daß in Deutschland auch Kinder lebten?)

So oder so, die Einleitung läßt auf ein revisionistisches Weltbild oder eine völlige Matschbirne schließen. Zumeist beides. So auch im aktuellen Fall: Eva Herman, bekannt als Schreiberin von reaktionären Familienbüchlein, ließ es sich nicht nehmen, nachdem sie ordnungsgemäß den Führer als schlimm gebranntmarkt hatte, die "Wertschätzung der Mutter" als gute Seite der Nazis herauszustellen (siehe SpOn vom 7.9.).

Der NDR tat das längst Überfällige, und schickte Herman zurück zu Heim und Herd, womit ihr sicher ein Gefallen getan wurde - endlich entspricht sie wieder ihrem eigenen Frauen- und Familienbild.
Herman habe dem NDR am Sonntag ihre dazu in der "Bild am Sonntag" zitierte Aussage bestätigt. Sie habe darin erklärt, dass "Werte wie Familie, Kinder und das Mutterdasein, die auch im Dritten Reich gefördert wurden, anschließend durch die 68er abgeschafft wurden. Vieles, was in dieser Zeit hochgehalten wurde, wurde danach abgeschafft". (SpOn)
Da hat Herman wohl überschätzt, wie en vogue das 68er-Bashing wieder ist (persönliche Einschätzung: sie kam zwei, drei Jahre zu früh) - noch sind die Nazis schlimmer.

Wundern muß diese "Entgleisung", die keine war, jedenfalls nicht. Paßt völlig ins Programm, und wird vermutlich den Buchverkauf fördern. Zielgruppengerechtes Marketing nennt sich das.

Freitag, September 07, 2007

Don't worry Ma'am, we're from the Internet

Wer nicht mindestens die Hälfte der hier genannten Leute, Videos und Gags identifizieren kann, hat den Breitbandanschluß verpaßt:

Slayer: Nicht die Band, Stupid

Wir erinnern uns sicher noch alle an die letzte Staffel von Buffy the Vampire Slayer: die Lakaien des First Evil jagen weltweit die potentiellen Slayer, um die Slayer ein für allemal auszurotten - wie wir ja wissen wird eine potentieller Slayer zur neuen Slayer, sobald die alte stirbt. Zum Schutz und zur Gegenwehr flüchten alle potentiellen Slayer nach Sunnydale.

So weit, so bekannt. Doch wurde eigentlich aus den Slayern (die ja am Ende der Serie... aber lassen wir das)? Beispielsweise aus Felicia Day, aka Vi?

Nichts Gutes, fürchte ich. Denn Felicia Day ist süchtig nach World of Warcraft (WoW). Und zu allem Überfluß wird sie auch noch von einem Mitglied ihrer Gilde belästigt, der den WoW-Chat ein wenig zu ernst genommen hat:



Weitere Folgen dieser famosen Internetserie mit "Starbesetzung" finden sich auf WatchTheGuild, sobald sie erschienen sind.

P.S: Ob ich wohl Felicia Day auch noch adoptieren darf?

Donnerstag, September 06, 2007

STOP! Hammertime! (für Firefox)

Dieses Witzchenbildchen vom 14. August 2006 hat schon damals fast niemand verstanden:
Da ich mir jedoch gewiß bin, daß meine überdurchschnittlich mit Intelligenz geschlagenen Lesenden fast alle sowohl Firefox benutzen als auch zu Beginn der 90er bereits im discofähigen Alter waren, möchte ich selbigen Ausnahmetalenten folgendes Firefox-Plugin nicht vorenthalten:
STOP! Hammertime! 2.0
Und das ist, mit Verlaub, der Hammer.

Jugend von heute: Licht am Ende des Tunnels

Ja, die "Jugend von heute": kulturlose Gestalten ohne Musik-, Film- oder sonstigen Geschmack, vollständig aufs Konsumieren noch des letzten Dumpfsinns getrimmt. Doch ach, was hörten meine greisen Ohren, während der Rest meines Körpers an der Ampel wartete?

Ein Blag, vielleicht 6, vielleicht 8 Jahre alt, zum anderen: "Kennste Käptän Fjutscher? ... Ich aber schon, bätsch."

Und damit ist zumindest dieser Tag gerettet, Dank sei ... der kulturellen Überlegenheit der Achsenmächte. Oderwieoderwas?