Mittwoch, Februar 01, 2006

Massaker in Mehl

Die Hohe Kunst des Kochens* ist um ein Geheimnis beraubt: Blutwurst an sich ist schon verabscheuungswürdig genug, zumindest, wenn man näher drüber nachdenkt. Wenn sie aber gebraten wird, neigt sie dazu, sich in ihre Bestandteile aufzulösen, und die sind nun mal Blut und Fett. Widerlich.

Was also tun? Der erste Trick besteht in der Wahl der richtigen Wurst. Naturhaut (erneut: ekelig) sollte sie haben, damit diese beim Braten dranbleiben kann. Weiterin sollte kein Deckel verwendet werden, denn das Wasser, welches so am Entweichen gehindert wird, läßt die Wurst platzen. Und, vermutlich wichtiger noch als die anderen Vorgehensweisen: die Blutwurst vor dem Braten in Mehl wenden. Dann kann eigentlich nichts mehr passieren, und das Blutbad ist erfolgreich verhindert.

* Kochen ist Kunst (erst danach ißt man). Denn erstens wird aus Rohmaterial etwas anderes hergestellt, wie bei aller Kunst. Und zweitens ist Kunst das, was einen froh macht, Mensch zu sein - so gesehen ist Kochen eine Art "Urkunst". Dann wiederum können sich die wenigsten Leute auf eine Definition von Kunst einigen. Ist aber auch egal, ich bleibe dabei.

2 Kommentare:

  1. und lecker ist das ganze dann auch noch. so mit ein wenig kartoffelmatsche und sauerkraut.
    und zu guter letzt findet der findige blutwurstsuchende auch den richtigen metzgereibetrieb - leider erst nach dem blutwursttest ;) - denn die konsestenz lässt rückschlüsse auf die beratung durch das fachpersonal zu.
    also, nichts wie hin zum nächsten schlächter und fröhlich blutwursttesten...

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  2. Oh ja, die Konsistenz... war doch ein Blutbad, in der Tat.

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