Mittwoch, Februar 14, 2007

Atheismus 101: Agnostidingens

Beginnen wir unseren Reigen der pseudounwissenschaftlichen Schmalspurantitheologie (sag das drei Mal mit einem Schnitzel im Mund) genannt Atheismus 101 mit einer kurzen Abgrenzung zum Agnostizismus.

Vielen Lesenden dieses Blogs geht vermutlich das Thema Gott am Allerwertesten (für Männer: am wohl Zweitwertesten) vorbei. Ob es Gott (Göttin, Götter) gibt, wer mag das sagen? Und warum? Es ist vielen schlicht und ergreifend egal - es gibt ihn/sie/es, oder es gibt ihn/sie/es nicht. So einfach kann es gehen.

Doch selbige, eben noch knüppelweich gleichgültig schauende Agnostikerinnen und Agnostiker werden vermutlich, geistiges Vermögen diesseits des Irrsinns vorausgesetzt, bei manch anderen Themen dann doch in der Lage sein, eindeutig Position zu beziehen. Trolle unter der Brücke? Phantasie. Fliegendes Spaghettimonster? Netter Witz. Apollo, Athene, Aphrodite und andere A-Götter? Altbackener Unsinn.

Warum also wird dem jüdisch-christlichen (und meinetwegen muslimischen) Gott eine Sonderrolle eingeräumt? Oder werden diese anderen Dinge ebenso ambivalent behandelt? Rosa Elefanten, die nachts die Straßen fegen? Könnte sein...

Randnotiz (in Rot): warum ein deutlicher Atheismus gerade im Clash-of-Cultures-Zeitgeist durchaus eine gewisse Dringlichkeit besitzt, muß hier noch nicht behandelt werden. Halten wir diesen Punkt also noch im Zaumzeug.

So schließen wir heute mit einer Frage an alle Anhängenden des Agnostizismus: glaubt ihr an die Unterhosengnome, oder beschränkt sich euer Agnostizismus auf den einen, den wahren, den allmächtigen-aber-lieber-abwartenden Gott? Und warum?

Kommentare:

  1. Allein das grandiose Bild ist für mich schon ein Gottesbeweis.

    Und was bitteschön hast Du gegen die rosa Elephanten, die die Straße fegen? Am Ende wetterst Du noch gegen Lilien...

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  2. Gegen Lilien hülft allein das Wetter schon.

    Und so schnell geht das mit dem Gottesbeweis?

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  3. Na klar!

    Und wie sang Kettcar doch so schön:

    "Ganz egal was du suchst und was du brauchst
    Hauptsache du glaubst!"

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  4. Im Sinne von: "Die Apotheke noch ausrauben, zumindest mal dran glauben."

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  5. oder um mit sprecht zu brechen: "Einer fragte Herrn K., ob es einen Gott gäbe.
    Herr K. sagte: "Ich rate dir, nachzudenken,
    ob dein Verhalten je nach der Antwort auf diese Frage sich ändern würde.
    Würde es sich nicht ändern, dann können wir die Frage fallen lassen.
    Würde es sich ändern, dann kann ich dir wenigstens noch so weit
    behilflich sein, dass ich dir sage, du hast dich schon entschieden:
    Du brauchst einen Gott."
    amen...

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