Dienstag, Juni 05, 2007

Battle of the Blogs 2007 - Erklärung

Bei allen mit diesem (>>>) Icon versehenen Artikeln auf Greasepaint Mustache handelt es sich um Beiträge im Battle of the Blogs 2007 (BotB07).

Worum es geht
Die teilnehmenden Blogs (Atomarer Erstschlag, Butterblumen, Blubberblasen und der ganze Rest, schnurbärte sind bäh, 100% frank-rock, wenn das schule macht..., Greasepaint Mustache) geben ihre Beiträge für den Zeitraum des BotB07 - 2.6. bis 15.6.2007 - zur Bewertung frei. Durch einen komplizierten Algorithmus und ein wenig Magie wissen wir dann am Ende, wer am erfolgreichsten die Erwartungshaltung der Lesenden erfüllt hat.

Was du tun kannst
Die Bewertung der Beiträge ist für alle Lesenden freigegeben - nicht nur die Mitbewerber, sondern alle, denen die Beiträge zwischen die Finger kommen, sind aufgerufen, ihre Meinung kundzutun - in Form von Kommentaren (logisch) plus Wertung. Jeder Beitrag kann von dir mit einer Punktwertung von 1 (mies) bis 10 (wow) versehen werden - einfach die Punkte am Ende deines Kommentars benennen, fertig.

Was du davon hast
Nun ja, nichts. Aber wenigstens kostet es nichts.

Falls du die genauen Regeln des BotB07 einsehen möchtest: die finden sich hier.


P.S: Buttercup von den Butterblumen ist bekanntlich ein cleverer Typ (und im Gegensatz zu mir mutet er seinen Lesenden nicht die Rechtschreibung des letzten Jahrtausends zu - sondern keine... aber ich schweife ab (klar)), und die Idee für ein BotB-Icon stammt natürlich von ihm. Nur die Umsetzung, die ist (c) JT Firefly.

Mythos Offroader

In der libertären Gesellschaft soll (darf?) jeder so können, wie er mag (muß?). So versteht sich auch der Beitrag "Geld oder Leben" auf der Achse (des Guten) vom Gast (Autor) Prof. Dr. Beda M. Stadler. Sehr schön faßt er seinen Artikel eingangs zusammen: "Wer Offroader fährt, schützt das Leben seiner Kinder. Kritik daran ist nichts als Neid." Und damit ist eigentlich alles gesagt.

Pusteblume:
Damit hat sie einen Punkt, denn die SUV symbolisieren ein physikalisches Prinzip. Ihre grosse Masse gewinnt als Trägheitsprinzip gegen einen kleinen Blechhaufen. Im Inneren des grösseren Blechhaufens sind die Passagiere sicherer als in der Sardinenbüchse.
Wettrüsten auf der Straße, die größte Menge Metall gewinnt. Und das ist auch richtig - aber ist es auch richtig so?

Die Insassen eines größeren Autos sind in der Tat besser geschützt, falls es zum Unfall kommt.
In der Schweiz müssen in diesem Konflikt die kleinen Kinder herhalten. Man behauptet, sie seien besonders gefährdet, weil sie vom SUV auf der Höhe der Brust erwischt werden. Anders als bei einem kleinen Auto, das Kinder nur auf Beinhöhe anfährt. Dieser makabren Logik muss man erst einmal folgen können. Tatsache bleibt, in grossen Autos sind die Passagiere sicherer.
Dieser "makabren Logik" (die keine ist, sondern nur eine Feststellung) sollte man folgen können. Es dürfte als bekannt vorausgesetzt werden, daß für Fußgänger die Überlebenschancen größer sind, wenn ihr Körper im Falle eines Vollkontakts mit dem gegnerischen Fahrzeug (angesichts der Aufrüstrhetorik oben hätte ich auch "feindliches" schreiben können) eine Ausweichmöglichkeit hat. Bei Geländefahrzeugen kommt man unweigerlich unter die Räder - keine angenehme Vorstellung, das. Da spielt in der Tat der Neid eine gewisse Rolle, denn wer würde nicht gerne ebenfalls im Straßenverkehr eine Zero-Tolerance-Politik fahren?

Das Benzinsparen hat zu kleineren Autos geführt - und zu mehr Todesfällen beim Crash. Eine Studie der Universität Harvard schätzt, dass in Amerika 2200 bis 3900 weniger Todesopfer pro Jahr zu beklagen wären, würden die Leute wieder grössere Autos fahren. Die Vision Zero des Bundes, ein Strassenverkehr ohne Tote und Schwerverletzte, kommt auch ins Dilemma. Wird die Masse der Autos auf das Niveau eines Fahrrads verringert, entstehen beim Aufprall Schäden, wie wir sie von den Motorrädern kennen.
Die Studie würde mich interessieren. Wer waren die Auftraggeber? Wurde das Plus an Todesopfern unter den Fußgängern in diese Rechnung einbezogen? Theorie: Ford, und nein.
Motorräder, nebenbei bemerkt, sind nicht deswegen für ihre Benutzer unsicherer als Autos, weil sie so leicht sind, sondern weil es (fast) keine Sicherheitsmechanismen wie Gurt oder Knautschzone gibt. Aber netter Versuch.

Der Benzinverbrauch war bis anhin kein Argument für automobile Sicherheit. Vom Gurt bis zu Airbags wurde dazugepackt, um Leben zu retten.
Hier verrät sich der Professor Doktor. Denn wenn wirklich Neid die Geländewagengegner umtreiben würde, müßte sich dieser Neid in ähnlichem Maße gegen Autos mit vier Airbags, ABS und anderen Sicherheitsschnickschnack richten, den sich bei weitem auch nicht jeder leisten kann.

Verdammt man also die SUV aufgrund ihrer Gefährlichkeit, zählt das Sicherheitsargument im und rund um den Offroader. Denkt ein Autolenker bei «Gib Kindern keine Chance!» an die eigenen Kinder und ist der Mutter- oder Vater-Instinkt stärker als das Umweltgewissen, dann müsste er eigentlich SUV [Sport-Utility-Vehicle] fahren, um seine Kinder nicht in einem Veloanhänger dem Verkehr auszusetzen.
Nein, er müßte Panzer fahren. Mit geladener Kanone - sicher ist sicher.

Noch mal zum Mitschreiben: du kannst im Monat mehr Geld für Sicherheit(en) ausgeben, als andere Leute im Jahr verdienen. Völlig egal, deine Sache, weitermachen. Der Spaß hört auf, wenn die Sicherheit mit der Unsicherheit anderer erkauft wird. "Ich walz dich platt, damit mein Kind keinen Kratzer abbekommt"? Tolles Argument.

Montag, Juni 04, 2007

Der König ist... weg? Und wieso?

Es ist Battle of the Blogs, und einer macht nicht mit. Ausgerechnet Vorjahresvize roibaudouin nimmt sich eine Auszeit. Hat er Angst? Holt ihn nun, Jahrzehnte zu spät, die midlife crisis ein? Muß er die Niederlage des letzten Jahres noch verdauen? Will der große, alte Mann des polemischen Rundumschlagbloggens dem kindlichen Nachwuchs eine Chance lassen?

Der Meister himself hierzu: "ich weiß noch nicht, ob die anforderungen des windelkackenden alltags mir die zeit lassen, mich zu beteiligen." Und in seinem eigenen Blog ergänzt er:
aber natürlich nicht nur deshalb pausiere ich, nein, obwohl mir von profunder seite bereits nachgewiesen wurde, dass ich momentan einen durchschnittlichen ausstoß von 3,66 beiträgen pro woche habe, so muss ich dennoch feststellen, dass das bloggen für mich momentan viel mit einer akuten blasenentzündung zu tun hat: es kommt, wenn es kommt. und nicht, wenn es kommen muss.
Ich fasse zusammen: Scheiße, so ein Piss.

Doch der König von Belgien hält sich ob seiner wahren Motivation geflissentlich zurück, und so obliegt es erneut GPM, die Wahrheit an die kleine Leuchte der Öffentlichkeit zu bringen: Das ist ein Angebot, welches sich schwerlich ausschlagen läßt. Verständlich, Mister R.

Er spricht für die Statistiker dieser Welt...

... und hat die Statistiken noch nicht einmal selbst gefälscht. Traue nie einer Statistik, die du nicht... aber lassen wir das.

Michael Holmes von der Achse des Guten hat folgendes zur Gipfelkaffeeklatsch und dem Protest der Teetrinkenden zu sagen:
Sie sprechen für die Armen dieser Welt...
...und die können sich nicht wehren! Deshalb ist in diesen Tagen, in der sich die Gegner der Globalisierung als die Stimme derer ohne Stimme aufspielen, an die vielsagenden Meinungsumfragen zum Thema zu erinnern.
Ja, Statistiken sind gerne vielsagend, das macht sie als Mittel so beliebt. Fast hätte ich "beliebig" gesagt, doch dafür reicht meine VWL noch, daß ich solcherlei Geheimnnisse der Statistik nicht in der Öffentlichkeit ausplaudere. Also weiter im Text:
Marktwirtschaft und große Konzerne sind nämlich in den Entwicklungsländern beliebter als im reichen Westen, ja, am beliebtesten sind sie im armen Afrika.
Ist das so? Ich meine, muß das so? Ja oder nein?
Nein, die Globalisierungskritiker sprechen weder mit noch für die Armen dieser Welt - es sei denn, diese gehören zur Minderheit derer, die ihnen sagen, was sie hören wollen. Zwischen dem großen Rest und ihnen steht ein unsichtbarer Zaun. Ein Zaun, der länger, höher und sehr viel gefährlicher als das langweilige Ding ist, gegen das sie die nächsten Tage empört ihre Kochlöffel und Betonköpfe hauen werden. Man kann das ideologisch nennen. Jedenfalls ist es zum Erbrechen elitär.
Ein unsichtbarer Zaun ist nicht ideologisch, er ist allegorisch. Müden Witz beiseite, an dieser Stelle fragen wir uns, wer denn um Himmels Willen den "Armen dieser Welt" (die sicher nur in der "Dritten Welt" zu finden sein werden, meinetwegen noch hier und da in der zweiten, gelle?) das Megaphon in die Hand drückt, damit sie endlich unbefreit und mit eigener Stimme ihre wahrlich wirkliche Meinung jetzt und für immerdar in die Welt hinausposaunen? Wir ahnen es schon: die Statistik.

Der Rest des Beitrags besteht dann auch aus purer Quellenangabe, zitiert nach diesem und jenem. Exemplarisch hier ein paar Eindrücke.
Consistent with their support for globalization Africans have a positive view of global corporations. A very large majority (73%) favors large foreign countries coming into their country and setting up operations there.
"Consistent with their support for globalization"? Andersrum wird ein Schuh draus: Wer weder Arbeit noch Sozialstaat noch andere Möglichkeiten der Überlebenssicherung besitzt, wird sich freuen, wenn riesige Firmen aus anderen Nationen riesige Fabriken bauen - das nennt sich Globalisierung. Und wenn diese zum Überleben hilft, findet man die gut.

Africa is where respondents are most likely to say globalization is a “good thing” for their country (71%). Only nine percent say it is bad and 11 percent say neither. Oil-rich Nigeria is the most positive of the ten countries pollled in Africa: 76 percent of Nigerians call globalization good.
Da fragt man sich, warum gerade in Nigeria derart viele Globalisierungsfans leben, und findet die Antwort im Text - wow.

Schön übrigens, daß Holmes uns das einleitende Fazit des ersten Berichts unterschlägt: "Poll Finds Africans Favorable Toward Globalization, But Think Rich Countries Are Not Treating Them Fairly". Auch schön zu wissen: "The study was sponsored by the World Bank and the Royal African Society." Zum Glück und Göttinseidank ist es ja nicht so, daß derlei Umfragen erhöhte Rücksicht auf die Auftraggebenden nehmen müssen. Und mitnichten kann es so sein, daß die Fragen auch nur den klitzekleinsten Hauch suggestiv gewesen sein könnten oder wollten. Da dies unmöglich sein könnte (da nicht sein kann, was nicht sein darf), haben die lieben Leut' von "World Public Opinion dot Org" den Umfragebogen nicht veröffentlicht. Wer mag es ihnen verübeln?

(Nachtrag und Einschub: Gerade bei Ja/Nein-Antworten ist es fast ein Ding der Unmöglichkeit, mit der Art der Fragestellung nicht bereits in die eine oder andere Richtung zu gehen. Zudem tendieren die meisten Menschen zu positiven Antworten - es ist also von Vorteil, die Frage so zu stellen, daß die vom Umfragenden präferierte Antwort diejenige ist, die mit "Ja" zu beantworten ist. Wer beispielsweise fragt "Finden Sie die Globalisierung gut?", kennt die Tendenz der Antworten bereits im Vorfeld. Ein weiterer Faktor sind die Fragestellenden - es sind andere Ergebnisse zu erwarten, wenn die Umfrage von blondierten Typen in Nadelstreifen durchgeführt wird. Unter anderem, weil die Erfüllung von Erwartungen durch die Beantwortenden eine Rolle spielt. Et cetera, et cetera.)

Abschließend:
Never trust to general impressions, my boy, but concentrate yourself upon details. (Sherlock Holmes)


Soviel hierzu von JT Firefly, der weder die Globalisierung für etwas auch nur annähernd neues hält, noch wirklich ein Gegner derselben ist. Nur wenn es um Statistik geht, da wird er vorsichtig.

Sonntag, Juni 03, 2007

Blaues Wunder? - Nachtritt

Fortsetzung vom letzten Beitrag, in Anbetracht eines Kommentars auf Spiegel Online von Reinhard Mohr namens Biedermänner und Brandstifter - Wie politische Naivität den Gewalttätern hilft. Und was schreibt uns der Mohr ins Gästebuch?
Bei dem supercoolen Protest-Event mit Open-Air-Konzert störte am Schluss eigentlich nur noch die Regierung, die selbstverständlich für alles Böse verantwortlich gemacht wird: den G-8-Gipfel selbst, den Zaun, die Sicherheitszone, die Razzia, die Geruchsproben, die Kontrollen, die vielen Polizisten.
In Wahrheit war es natürlich Christian Ströbele, der die Sicherheitszone errichtet hatte, um sich anschließend vor selbiger ablichten zu lassen (die Geruchsproben jedoch waren ganz ganz sicher nicht seine Idee). Der Zaun stammt vermutlich von den Israelis, da sind sich Spiegelautor und Protestierende vielleicht einig. "Die Regierung" jedenfalls war es nicht, so viel steht fest:
Nun kann man mit guten Argumenten über Angemessenheit und Rechtsgrundlage jener Razzia der Bundesanwaltschaft streiten, bei der jüngst vierzig Wohnungen und Büros "autonomer" Gruppen durchsucht wurden; man kann auch "Geruchsproben" für instinktlos und den riesigen Sicherheitsaufwand für übertrieben oder sogar irre halten - ganz grundlos war das alles offensichtlich nicht.
Übersetzung: wo gehobelt wird, fallen Späne. Auf die Idee, daß eine übertriebene und vorauseilende Kriminalisierung nicht dazu beiträgt, Proteste in friedliche Bahnen zu lenken, kam der Autor offenbar nicht. Dabei war das schon immer so, und wir wohl auch immer so sein. Gewaltspirale schimpft sich das.

Jedoch, hüben wie drüben sind klare Schuldzuweisungen gefragt:
Im Übrigen eine deutsche Tradition: Über den Wassern schwebt der hehre Geist des Guten, während drunten (oder hinten) die Völker hässlich aufeinander schlagen. Im Zweifel bleibt der Geist rein, nur die Wirklichkeit will sich leider nicht nach ihm richten und macht Schmutz. Ein Wolkenkuckucksheim des guten Gewissens. Und ein geschichtsloses dazu.
Sprach der Spiegelredakteur aus dem Wolkenkuckucksheim der rechtschaffenden Bourgeoisie.

Wer Bush, Blair, Prodi, Sarkozy, Merkel & Co. bloß für "Gangster" und "Verbrecher" oder reine Funktionsträger eines mörderischen Systems hält, wird kaum inhaltliche Forderungen an sie stellen. Wer dies aber tun will, muss sie erstmal tagen lassen, als demokratisch gewählte Repräsentanten ihrer Völker.
Merke: selbst wenn die Demo trotz allem friedlich verlaufen wäre, sie hätte noch gar nicht stattfinden sollen - erst mal abwarten, was die Vertretung von Völkers Gnaden betagt haben. Nur weil "die Regierung" nicht in der Lage ist, aus vergangenen Gipfelprotesten zu lernen, hat die "Gegenseite" auch nicht aus vergangenen Gipfelergebnissen zu lernen? Doch weiter im Text:
Das [der unverständliche Hinweis auf gebotene Zurückhaltung weil gewählte Vertretungen; Anm. d. Übersetzers] ist eigentlich ganz einfach zu verstehen. Aber längst hat sich die "Gipfel-Dramaturgie" 2007 verselbstständigt, wozu die Massenmedien nicht wenig beitragen. Seit Wochen liegt ein fast hysterisches "High-Noon"-Gefühl in der Luft, und die Erwartungen, gute wie böse, werden im Tages-, ja Stundenrhythmus auf der nach oben offenen G-8-Skala weiter gedreht.
Und wer dreht mit? Der Reinhard Mohr vom Spiegel. Denn der betreibt ebenfalls eine Schwarz-Weiß-Malerei, nur eben negativ zu den Gipfelgegnern.

Ein Hoch den einfachen Antworten. Wem's gefällt.


P.S: "Dank" an diesen Kommentar aus dem Fuchsbau:
Hallo Gideon! Wir brauchen mehr gute Beiträge von Dir und anderen über die sog. G-8-Gegner. Einen guten Kommentar über die linksfaschistischen Krawallproleten und SA-Nachfolger "AUTONOME" gibt es bei SPON von Reinhard Mohr: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,486343,00.html
Gruß Hans Hamburg

Uh, lol? Ich nehme mal an, lieblicher HH (?!), daß du beliebst zu scherzen. Nur: wo ist der Witz? In der denkbar plumpen Rechtsgleichlinks-Rhetorik, oder in der Benennung des Schreibwerk des Ex-PflasterStrandlers Mohr als "guten Kommentar"? Mir ist beides recht (also link?).

Dein JT Firefly von der Reichspropagandaleitung

Blaues Wunder?

Es tut sich was in Heiligendamm: während einer Großdemonstration anläßlich des G8-Gipfel sind laut Medien 500 Personen verletzt worden, 433 davon Polizisten. Exemplarisch ließt sich dies so:
Bei den Ausschreitungen am Rande der friedlichen Demonstration zehntausender Menschen gegen den bevorstehenden Gipfel waren am Samstag in Rostock nach neuesten Angaben vom Sonntagmorgen rund 500 Menschen verletzt worden. Den Angaben zufolge wurden 433 Polizisten verletzt, 30 von ihnen schwer. Bei den schwersten Verletzungen habe es sich um offene Knochenbrüche gehandelt, sagte ein Polizeisprecher. Die genaue Zahl der verletzten Demonstranten war dagegen weiterhin unklar. (Netzeitung)
Ergo sind nicht rund 500 Menschen verletzt worden, sondern mindestens - es ist doch recht unwahrscheinlich, daß die Phalanx der Polizei das Gros der Prügel bezogen hat.

Das ist der Gipfel? Die story so far der medialen Berichterstattung erinnert an den Wile E. Coyote, der den Road Runner endlich erwischen will, und Kriegsgerät der ACME Corp. einsetzt (wie passend). Dies geht, wie könnte es anders sein, nach hinten los.

Erinnert sich noch jemand an das Getöse Richtung Russland, wie rüpelhaft dort mit Systemkritikern und -gegnern umgegangen werde, und Putins Retourkutsche bezüglich der Präventiveinknastungen vorm G8-Gipfel? (Antwort: Ja.)
Es braucht jedenfalls niemanden groß wundern, daß die "autonome Szene" nun eins auf Krieg macht - sowas kommt von sowas, und nennt sich gemeinhin Eskalation.

Man mag über Gewalt denken, was man will - nein, man hat sie gar eklig zu finden. Doch eine derart einseitige Sicht der Dinge (Polizei als vom Panzer überfahrene Sitzblockade) ist am Ende nur eins: Propaganda.

Samstag, Juni 02, 2007

Battle of the Blogs 2007: Authority

Der Battle of the Blogs 2007 hat begonnen, doch bevor GPM sich in den Ring schmeißt, hier noch die aktuelle Technorati Authority:

Atomarer Erstschlag: 4
Butterblumen, Blubberblasen und der ganze Rest: 14
schnurbärte sind bäh: 14
100% frank-rock: 7
wenn das schule macht...: 5
Greasepaint Mustache: 24

Zur Erinnerung an die Teilnehmenden: wer seine Autorität mehr erhöht als andere erhält am Ende Bonuspunkte im Battle.

Und zur Erinnerung an alle Nicht-Teilnehmenden: Bewertung der Battle-Beiträge (von 1 für doof bis 10 für whoa) ist erwünscht.