Dieser Blog drückt zwar die Meinung des Autors, nicht aber die der Lesenden aus. Falls doch, ist diese wieder manuell einzudrücken. Nicht für empfindliche Naturen. Ent- und Benutzung auf eigene Gefahr, und mindestens zweimal die Woche. Im übrigen, ich unterstehe nur einem Gericht, mir selbst, und das Urteil jedes anderen ist mir gleichgültig. There is no Sanity Clause.
Nach diesem hier, nun also endlich, endlich das zweite Battlestar Galactica Motivation Poster: Mehr folgt in Kürze und Länge, nebst der fälligen Blogumbenennung (wie klingt "Battlestar Serenity"?).
Ohne weitere Worte, aber mit der stummen Feststellung, daß der popkulturelle Abwärtstrend dieses Blogs nicht mehr aufzuhalten scheint: BSG Motivation Poster 1.
Als wären nicht schon genug Leute unter den fahrenden Zug gesprungen (GPM berichtete und partizipiert), darf sich nun ein YouTube-Spot zugunsten der multimegaerfolgreichen NGO angesehen werden:
Genug ist genug ist genug ist genug, wie es schon in einem deutschen Volkslied so trefflich auf den Punkt gebracht wurde. Wie viele wissen könnten, bin ich seit 1999 zweiter Vorsitzender des 1. Aachener Britney Spears Fanclub. Und als solcher sage ich nochmals: genug ist genug ist genug ist genug.
Kübelweise Gülle schüttet die globale Journaille über dem Ausnahmetalent aus. Kurz vor ihrem 27. Geburtstag am 2. Dezember bekommt Britney nun prominente Unterstützung. Nach Cris Crocker schließt sich nun niemand anderes als Shakeel Bhat den weltweiten Prostesten gegen die mediale Mißhandlung der Künstlerin an. Neben Milliarden anderer Websites und Blogs ist auch Greasepaint Mustache in der Bewegung dabei, und verkündet ein für allemal: Leave Britney alone!
Doch was ist mit deinem Blog, deiner Webpräsenz? Bleib nicht außen vor, sei dabei, und pflastere deine virtuelle Spielwiese mit möglichst vielen dieser Banner und Buttons voll:
Da stand ich letztens im Elektronikfachhandel meines Unvertrauens (zu teuer ...) vor einem mir unbekannten Terry Gilliam-Film. Nach König der Fischer, Twelve Monkeys, Time Bandids, Brazil und Fear and Loathing in Las Vegas (und oh ja, auch Jabberwocky) hat sich Gilliam ganz offiziell den Titel King of Awesome verdient, auch wenn er mit Brothers Grimm mehr als ins Straucheln geriet.
Jener Film jedenfalls hieß und heißt Tideland. Und die Story läßt sich wohl so zusammenfassen: die Mutter eines kleinen Mädchens stirbt an einer Überdosis. Vater und Tochter ziehen in ein verlassenes Haus in Texas, wo prompt der Vater ebenfalls an einer Überdosis krepiert. Für den Rest des Films rottet die Leiche des Vaters so vor sich hin, und das Mädchen merkt nicht wirklich, daß er tot ist, schließlich war er auch zu Lebzeiten meistens bewußtlos. Und so weiter, und so fort.
Hier nun seine Einleitung zum Film:
Gilliam hat also das kleine Mädchen in sich entdeckt. Thank you.
Sorry für den dummen Witz ... aber so sieht's nun mal aus: Joss Whedon, bekannt als Schöpfer von Buffy the Vampire Slayer und Firefly, bekanntlich die zwei tollsten Geek-Serien ever, werkelt an einer neuen Serie, und Eliza Dushku, bekannt als etwas fehlgeleiteter Slayer Faith), soll die Hauptrolle spielen. Soweit die (sehr) gute Nachricht.
Nicht so toll: das ganze soll auf FOX laufen. Und wir wissen sicher noch alle, wie dieser Sender vor ein paar Jahren das grandiose Firefly zu Tode vergewaltigt, sein Fleisch gegessen und sich aus seiner Haut Kleidung genäht hat, und da Firefly nicht sehr, sehr glücklich war, leider nicht in dieser Reihenfolge. Wir werden sehen, ob FOX mit Whedons neuer Serie zumindest etwas gefühlvoller umgeht.
Doch vergessen wir den Sender einfach wieder. Die Serie jedenfalls wird Dollhouse heißen. Protagonistin Echo (Dushku) gehört zu einer Gruppe, denen komplette "Persönlichkeitspakete" (Erinnerungen, Fähigkeiten, Sprachen, ...) eingepflanzt werden, passend zur anstehenden Mission. Zwischen den Missionen leben diese Menschen, nachdem ihnen das Gedächtnis geraubt wurde, im titelgebenden Dollhouse wie Kinder. Bei Echo schleichen sich jedoch Fehler in der Gedächtnislöschung ein ...
Eine Fansite gibt es natürlich auch schon, und sie nennt sich Dollville. Also nix wie hin.
PS: Als ich Serenity Highsmith erzählte, daß Whedon eine neue Serie macht, bei der Eliza Dushku, bekannt als Faith, die Hauptrolle spielte, meinte sie: "Face aus dem A-Team?" Mein anschließender Hinweis, daß es sich bei jenem Dirk Benedict um Starbuck handle, hat sie völlig verwirrt ...
Ich scheine diese Talkshow-Highlight-Lowlife-Moments z.Zt. anzuziehen wie Staubsauger die Geschlechtsteile von dreißigjährigen Junggesellen. Und so war es nur folgerichtig, daß ich Nina Hagens Mimikri-Vorträge bei Maischberger ebenso mit ansehen mußte wie zuvor Eva Hermans Ex-und-Hop bei Kerner. Eigentlich stand ja Battlestar Galactica auf dem Plan, doch ich wollt' und wollt' nicht umschalten - die ein, zwei Minuten der Talkshow ließen auf Großes hoffen, und ich wurde nicht enttäuscht.
Die Pro-UFO-Seite war unterbesetzt, denn obwohl Nina Hagen für eine "Doku" recherchiert und nochmals recherchiert, geht es ihr nicht um die Existenz von Außerirdischen. Vielmehr ist ihr klar, daß in den Fällen von vermeintlichen UFO-Entführungen und Aliens-stecken-irgendwem-irgendwas-in-den-After nicht extraterrestrische Wesen ihre langen, grauen Finger im Spiel haben, sondern niemand geringeres als ... Satan himself (Tusch!).
"Aber der kann Mimikri machen. Der kann Gestalten verändern", so Hagen. Daß Bublath sich diesen religiösen Irrsinn nicht mehr länger geben wollte, ist mehr als verständlich (das scheinheilige Getue der Hagen, andere vorzuwerfen sie zu unterbrechen, während sie fast pausenlos den anderen ins Wort fiel, tat sicher seinen Teil). "Evil Alien is going home", so Hagen über Bublath.
"Wir haben jetzt den vernünftigen Menschen in dieser Runde verloren", meinte Maischberger nach dem Abgang, um nahtlos die Frau links neben sich zu fragen: "Darf ich sie mal kurz als vernünftiger Mensch in dieser Runde fragen ...". Die Ansprechpartnerin, so viel sollte dazu gesagt werden, redet regelmäßig mit Engeln. Antwort der Engelsflüsterin: sind ja alles erwachsene Menschen, und jeder hat so seine Erfahrungen gesammelt. Kurz: Anything goes.
Der "Skandal", so es einer war, war nicht die Hagen. Die tat, was von ihr erwartet wurde (esoterischen Dünnpfiff verzapfen). Schlimmer war Maischbergers Beschwörung der "vernünftigen Menschen", die wahlweise in Form von soeben abgetretenen Physikern oder als mit transzendentalen Kreaturen palavernde Bekloppte (mit einer zugegeben toleranten Einstellung - aber sie hat ja auch leicht reden, bei dem göttlichen Beistand) auftreten können. Und schlimmer war der Physiker/Psychologe, der die Wissenschaftsdefinition von Bublath nicht teilen mochte, und ein völlig unwissenschaftliches "Was man nicht widerlegen kann, kann man nicht verneinen" vertrat. Ein erneutes anything goes also. Flying Spaghetti Monster, ick hör dir trapsen.
Daß die Hagen den amerikanischen Plan von Mond- und Marsbasen (die sie natürlich von amerikansichen Übermenschen bewohnt sieht) umgehend mit dem Krieg im Irak in Verbindung bringt, bleibt eine Randnotiz. Der Frau ist ohnehin nicht mehr zu helfen. "Und Gott sei Dank leben wir in Zeiten des Internet und nich' im Mittelalter, wo der blöde Teufel sein Opfer genau so gefoltert und malträtiert hat wie heutzutage diese negativen »Außerirdischen«", widerspricht sich also selber und kommt trotzdem auf des Pudels Kern. Die "Ufo-Esoteriker" (Atomarer Erschlag) sind keine, sondern gänzlich ordinäre religiöse Quatschköppfe - da muß mein keine Analogien zwischen UFO-Kunde und organisierter oder beliebiger Religion ziehen, es ist, und das sehen diese Hohlfrüchte selber so, ein und dasselbe.
Alles in allem business as usual in Zeiten der religiösen Renaissance.
Die nicht gar so einfach zu findenden Videoschnippsel auf YouTube, bitte sehr:
PS: Wiederholung der Sendung ist am Samstag, den 3. November, um 23.30 Uhr auf 3sat.