Die erste Doctor Who-Staffel mit Matt Smith in der Rolle
Beating the dead horse since 2005.
Dieser Blog drückt zwar die Meinung des Autors, nicht aber die der Lesenden aus. Falls doch, ist diese wieder manuell einzudrücken. Nicht für empfindliche Naturen. Ent- und Benutzung auf eigene Gefahr, und mindestens zweimal die Woche. Im übrigen, ich unterstehe nur einem Gericht, mir selbst, und das Urteil jedes anderen ist mir gleichgültig. There is no Sanity Clause.
Dienstag, September 07, 2010
Tennant war toll, aber Smith ist super.
Das kommt davon, wenn man sich eine Auszeit nehmen muss: die wichtigsten Sachen gehen verschütt, ohne dass sie an dieser Stelle gebührend zur Kenntnis genommen wurden. Natürlich ist nicht die Rede von den wilden Thesen des Thilo Sarrazin, sondern vom neuen Doctor.
Die erste Doctor Who-Staffel mit Matt Smith in der Rollevon David Tennant des Doctors ist mittlerweile ausgestrahlt, und wie so viele, die den Doctor nicht erst seit der Russel T. Davies-Era kennen, bin auch ich vollends begeistert von der Performance des neuen (und jungen) Schauspielers. Bin ich bös', dass zum ersten Mal ein Schauspieler den Doctor gibt, der jünger ist als ich? Natürlich, aber da kann Smith nix für.
Die erste Doctor Who-Staffel mit Matt Smith in der Rolle
Von unbequemen Wahrheiten: das Fällchen Sarrazin
Das wird man ja wohl noch sagen dürfen: wer von Juden- und Basken-Genen spricht, ist Rassist. Aber aber aber, der mutige Recke Sarrazin streitet für ein "sauberes" Deutschland, und schreibt sich so in Volkes Herz. Volkes Meinung wird - wie üblich, wenn es um Bücher geht - auf Amazon zum Ausdruck gebracht. Lektüre lohnt - wie üblich, wenn es um Volkes Meinung geht - nicht. Ergo kein direkter Link. Wer die Bildzeitungstitel zum Thema im Vorübergehen erblickte, weiß ohnehin, was dort zu lesen ist.
Meinungsfreiheit, so viel haben wir von der Bild und dem Feedback des Pöbels gelernt, ist ein herrlich-paradox einseitige Medaille. Denn Thilo Sarrazin hat das Recht, seinen Müll in Buchform gepresst unter die Leute zu schmeißen, doch Kritik ist nicht gestattet. Newsflash: Zur freien Meinungsäußerung gehört auch die Gegenseite.
Wirklich wundern muss man sich über nichts: wie Sarrazin tickt [nicht richtig]; dass die Bildzeitung das übliche yellow press-Clichée bedient und dem Demagogen schützend zur Seite steht; wes Geistes Kind das Gros der Deutschen ist.
Alter Wein in alten Schläuchen. Doch, zugegeben: im Abgang schmeckt dieser von Mal zu Mal mehr nach Essig.
Meinungsfreiheit, so viel haben wir von der Bild und dem Feedback des Pöbels gelernt, ist ein herrlich-paradox einseitige Medaille. Denn Thilo Sarrazin hat das Recht, seinen Müll in Buchform gepresst unter die Leute zu schmeißen, doch Kritik ist nicht gestattet. Newsflash: Zur freien Meinungsäußerung gehört auch die Gegenseite.
Wirklich wundern muss man sich über nichts: wie Sarrazin tickt [nicht richtig]; dass die Bildzeitung das übliche yellow press-Clichée bedient und dem Demagogen schützend zur Seite steht; wes Geistes Kind das Gros der Deutschen ist.
Alter Wein in alten Schläuchen. Doch, zugegeben: im Abgang schmeckt dieser von Mal zu Mal mehr nach Essig.
Montag, September 06, 2010
Willkommen auf bei zu
Wie eingangs erwähnt melde ich mich hiermit zurück, und gelobe feierstlich, dass nun alles gut wird.
Ein paar Kleinigkeiten sind fürderhin erwähnensnötig:
Ein paar Kleinigkeiten sind fürderhin erwähnensnötig:
- Mit sofortiger Wirkung findet die neue Rechtschreibung in mein' Blog Anwendung. Nicht, weil sie besser wäre, sondern weil a) die mittlerweile tausendfach zurecht gebogenen Regeln, Ermahnungen und möglichst gut gemeinte Ratschläge stellenweise vor anarchischem Geist geradewegs gen Stratosphäre fahren (Komma zwischen zwei Hauptsätzen? Kannste machen, musste aber nicht.), und b) mein gehobenes Alter mir nun nicht mehr nur anzusehen ist - jeder weitere Lebensmonat lässt eine weitere Rechtschreibregel in Vergessenheit geraten. Da gehe ich lieber auf Nummer Sicher und schreibe, wie's mir passt. Und das ist: Neue Rechtschreibung. Nicht?
- Hier sieht alles anders aus, und das ist auch gut so. Ein paar Dinge sind noch nicht in Stein gebissen, aber die Zeiten des peacigen ach-was-ist-die-Welt-doch-doll-Blau sind vorbei.
- Die Microsoft-Knechtschaft habe ich in der Zwischenzeit erfolgreich abgestreift - just in jenem Moment, da Apple sich zum neuen Gottkaiser der IT-Branche aufgeschwungen hat. Gut, dass nun Ubuntu alle lokalen Rechenmaschinen antreibt.
- Pluto ist nun Zwergplanet.
Wer diesen Beitrag zeitnah zu Gesicht bekommt, kann den folgenden Rat getrost als bereits beherzigt abhaken:
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k thx
Der Rest ergibt sich mit der Zeit, und tritt mit erhobenen Händen aus dem Unterholz.
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Freitag, Dezember 18, 2009
Durchs wilde Amazonistan
Typ am cell phone im Vorübergehen: "Schau doch mal bei Amazon."
Amazon. Gesprochen: Ahmatzohn. Da wird es Zeit für einen offenen Brief.
Unliebe Denglish-Verweigerer,
falls ihr euch in eurem Deutschtum von einem amerikanischen Versandhaus angegriffen fühlt, dann, verdammich, bestellt doch nicht dort, und empfehlt es auch nicht weiter. Denn wenn ihr den Namen dieses Online-Shops zwangsgermanisiert, macht ihr nicht nur euch lächerlich, sondern eure direkte Umgebung um gefühlte fünf IQ-Punkte dümmer. Amazon spricht sich "Ämäsn" und nicht anders. Und wenn ihr schon eindeutscht, dann nennt den Laden doch direkt "Amazonas". Dann versteht nämlich auch der Depp aus der letzten Reihe, was ihr für Trottel seid.
Danke im Voraus,
JTF
Amazon. Gesprochen: Ahmatzohn. Da wird es Zeit für einen offenen Brief.
Unliebe Denglish-Verweigerer,
falls ihr euch in eurem Deutschtum von einem amerikanischen Versandhaus angegriffen fühlt, dann, verdammich, bestellt doch nicht dort, und empfehlt es auch nicht weiter. Denn wenn ihr den Namen dieses Online-Shops zwangsgermanisiert, macht ihr nicht nur euch lächerlich, sondern eure direkte Umgebung um gefühlte fünf IQ-Punkte dümmer. Amazon spricht sich "Ämäsn" und nicht anders. Und wenn ihr schon eindeutscht, dann nennt den Laden doch direkt "Amazonas". Dann versteht nämlich auch der Depp aus der letzten Reihe, was ihr für Trottel seid.
Danke im Voraus,
JTF
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Dienstag, Dezember 08, 2009
M.U.L.E.! Noob?
Die Zeit, in der Computerspiele noch nicht zum Autismus führten, lässt schön grüßen: Das großartigste digitale Handelsspiel aller Zeiten, M.U.L.E., ist zurück. Auf Planet M.U.L.E. finden sich kostenlose Downloads für PC, Linux (Debian-Package steht noch aus) und (*gasp*) Mac.
Wer M.U.L.E. nicht kennt, kennt nichts von Computer- und Videospielen. Nun kannst Du diese Wissenlücke schließen.
Wieder einmal merken wir: wenn es um Games geht, ist ein Schritt zurück meist ein Schritt vor. Retrogaming FTW!
PS: Username "JTFirefly"
Wer M.U.L.E. nicht kennt, kennt nichts von Computer- und Videospielen. Nun kannst Du diese Wissenlücke schließen.
Wieder einmal merken wir: wenn es um Games geht, ist ein Schritt zurück meist ein Schritt vor. Retrogaming FTW!
PS: Username "JTFirefly"
Donnerstag, Oktober 15, 2009
Gegen Killerspiele: Schuss nicht gehört.
Killerspiele sind der Deutschen liebster Sündenbock, wann immer ein depperter kleiner Schützenbruder nicht mehr nur auf Kunsthähnchen ballern wollte. Als wäre das nicht schon derbdeppert genug, geht das "Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden" einen großen Schritt weiter.
"Familien gegen Killerspiele" nennen sie ihre Aktion, dessen Plakat hier rechts abgebildet ist. Der Aufruf im Internet:
Dort wird also ein Container bereit gestellt, in welchen besorgte Eltern "Spiele, die das Töten von Menschen simulieren" werfen sollen. Und machen so gefährlich falsch, was man gefährlich fälscher nicht machen kann. Für die ganz Dummen (Hallo, Aktionsbündnis) hier ganz langsam zum Mitschreiben und bei Adam und Lilith angefangen:
1. Das Problem der amoktisierten Jugend auf sog. "Killerspiele" zu reduzieren, ist billig und unschlüssig.
2. Woher, um Discordias Willen, habt ihr auf einmal all die "Killerspiele" her? Liebe, ihren Erziehungsauftrag vernachlässigende Eltern: wenn das nicht eure eigenen Games sind, die ihr dort in die Tonne treten wollt, dann ab in die Volkshochschule. Buchstaben und Zahlen lesen können reicht alleine nicht, man muss es auch verstehen können. Newsflash: beim mittlerweile 1/4 des Covers einnehmenden "FSK 18"-Symbol handelt es sich nicht um das noch nicht abgeknibbelte Preisschild.
3. Treffen, um in aller Öffentlichkeit Medien zu vernichten? Erinnert euch das nicht an irgend etwas? Falls nicht, nachlesen. Aber mit dem Leseverständnis ist es, wie wir bereits festgestellt haben, ja nicht allzu weit her.
4. Games sind keine Bücher? Is' scho' recht. Hauptsache, ein dahergekrochenes Aktionsbündnis masst sich an, zwischen werten und unwerten Medien zu richten. Auch das könnte euch an etwas erinnern, wenn nicht jedwede Bildung an euch verloren wäre.
5. "Killerspiele" verderben unsere Jugend, aber Fußball ist ein einziges Freudenfest, Ringelpietz mit Anfassen, Blümchen im Haar und Zitronenlimo im Patschehändchen? Oh, hab's vergessen: Balltreten ist in diesem Land / seit 1000 Jahren sakrosankt.
6. Das Symbol rechts oben auf eurem Plakat ... wollt ihr damit ... könnt ihr ... was ... ? Zum ersten Mal in meiner mittlerweile 17jährigen Blogger-"Karriere" bin ich buchstäblich sprachlos.
Dreißig Sekunden, bevor entrüstete Eltern mir vorwerfen, dass ich weit übers Ziel hinaus geschossen bin. 10, 9, 8, ... nur raus mit der Sprache, ich freu mich drauf.
"Familien gegen Killerspiele" nennen sie ihre Aktion, dessen Plakat hier rechts abgebildet ist. Der Aufruf im Internet:Zu der Veranstaltung am Samstag, 17. Oktober 2009 steht auf dem Platz vor der Staatsoper in Stuttgart ein Container bereit. Gesammelt werden Spiele, die das Töten von Menschen simulieren!.
Bei dieser Aktion, die von 10 Uhr bis 19 Uhr stattfindet, ist eine Lostrommel aufgestellt. Direkt nach dem Einwurf können die Personen ein Los ziehen. Hauptgewinn ist ein Trikot der deutschen Fussball-Nationalmannschaft auf dem sich die Unterschriften des aktuellen Kaders befinden. In diesem Trikot haben sich die Kicker erst am vergangenen Wochenende für die WM in Südafrika qualifiziert.
Dort wird also ein Container bereit gestellt, in welchen besorgte Eltern "Spiele, die das Töten von Menschen simulieren" werfen sollen. Und machen so gefährlich falsch, was man gefährlich fälscher nicht machen kann. Für die ganz Dummen (Hallo, Aktionsbündnis) hier ganz langsam zum Mitschreiben und bei Adam und Lilith angefangen:
1. Das Problem der amoktisierten Jugend auf sog. "Killerspiele" zu reduzieren, ist billig und unschlüssig.
2. Woher, um Discordias Willen, habt ihr auf einmal all die "Killerspiele" her? Liebe, ihren Erziehungsauftrag vernachlässigende Eltern: wenn das nicht eure eigenen Games sind, die ihr dort in die Tonne treten wollt, dann ab in die Volkshochschule. Buchstaben und Zahlen lesen können reicht alleine nicht, man muss es auch verstehen können. Newsflash: beim mittlerweile 1/4 des Covers einnehmenden "FSK 18"-Symbol handelt es sich nicht um das noch nicht abgeknibbelte Preisschild.
3. Treffen, um in aller Öffentlichkeit Medien zu vernichten? Erinnert euch das nicht an irgend etwas? Falls nicht, nachlesen. Aber mit dem Leseverständnis ist es, wie wir bereits festgestellt haben, ja nicht allzu weit her.
4. Games sind keine Bücher? Is' scho' recht. Hauptsache, ein dahergekrochenes Aktionsbündnis masst sich an, zwischen werten und unwerten Medien zu richten. Auch das könnte euch an etwas erinnern, wenn nicht jedwede Bildung an euch verloren wäre.
5. "Killerspiele" verderben unsere Jugend, aber Fußball ist ein einziges Freudenfest, Ringelpietz mit Anfassen, Blümchen im Haar und Zitronenlimo im Patschehändchen? Oh, hab's vergessen: Balltreten ist in diesem Land / seit 1000 Jahren sakrosankt.
6. Das Symbol rechts oben auf eurem Plakat ... wollt ihr damit ... könnt ihr ... was ... ? Zum ersten Mal in meiner mittlerweile 17jährigen Blogger-"Karriere" bin ich buchstäblich sprachlos.Dreißig Sekunden, bevor entrüstete Eltern mir vorwerfen, dass ich weit übers Ziel hinaus geschossen bin. 10, 9, 8, ... nur raus mit der Sprache, ich freu mich drauf.
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